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Der Bergbauern-Blog
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am 25.03.2024

Erst lokal, jetzt weltweit

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Im Vorjahr ging es bei der Outdoor-Sonderausstellungmit den „Diepolzer Dorfkindmomenten“ eher lokal zu, in diesem Jahr ist der Themenkreis weiter gestrickt: „Bergbauern in aller Welt“ heißt die neue Sonderausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Uni Würzburg entstand und nun eröffnet wurde.

Seit Palmsonntag haben wir wieder geöffnet. Am Sonntagnachmittag wurden im Rahmen einer Führung die Neuheiten und die neue Outdoor-Sonderausstellung offiziell vorgestellt. Das eisige Winterwetter und eine geschlossene Schneedecke demonstrierten beim traditionellen Eröffnungsrundgang eindrücklich die Erschwernisse im Alltag der Bergbauern. Siegfried Zengerle, der Vorsitzende des Museumsvereins und Museumsleiter Thilo Kreier begrüßten die geladenen Gäste und stellten das Museum und die Highlights der neuen Saison bei einer kurzen Impulsführung vor.

Im alten Anbindestall im Wiedemann-Hof konnten die Teilnehmer nach Herzenslust historische Kinderspiele ausprobieren. Neu in der Indoor-Sonderausstellung sind ein Angelspiel, bei dem keine Fische, sondern Milchkannen am Haken hängen und das Basteln von Wollschafen und Bäbele für Kinder. Die Kegelbahn, das Dosenwerfen oder die Kugelbahn gehören inzwischen schon genauso zu den Bergbauernmuseums-Klassikern wie der Traktorenparcours, der Hüpf-Heustock oder der begehbare Kuhmagen.

Unter dem Titel „Bergbauern in der ganzen Welt“ vergleicht die neue Outdoor-Sonderausstellung das Leben und die Arbeit von Bergbauern aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten.

Die aktuelle Ausstellung ist bereits die dritte dieser Reihe, entstanden aus einer Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Dozent Dr. Markus Pingold vom Institut für Geographie und Geologie und Museumsleiter Thilo Kreier hatten diese Zusammenarbeit vor drei Jahren ins Leben gerufen, Lehramtsstudierende haben dadurch die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Zulassungsarbeit in Form einer Sonderausstellung in Diepolz zu präsentieren. Dr. Pingold lobte die Zusammenarbeit und betonte, dass die öffentliche Präsentation der Zulassungsarbeiten einen zusätzlichen Anreiz für die Studenten biete, sich intensiv mit den Themen auseinanderzusetzen.

Studentin Carla Schäfler berichtete schließlich von der Entstehung ihrer Ausstellung. Bei einer Exkursion im Rahmen ihres Studiums hatte sie das Leben der Chagga-Bergbauern in Tansania hautnah miterleben können – so war der Grundstock für die Arbeit bereits gelegt. Neben den Allgäuer Bergbauern und den Chagga stehen auch die Sherpa-Bergbauern im Himalaya im Fokus der Ausstellung. Auf 18 Tafeln geht die Lehramtsstudentin den Fragen auf die Spur, wo und wie die Bergbauern leben, welche Produkte sie anbauen, welche Werkzeuge sie zur Verfügung haben, welche Traditionen sie pflegen, welche Sprache sie sprechen und wo und wie ihre Kinder zur Schule gehen. Entstanden ist dabei ein kindgerechter und interessanter Blick über den Allgäuer Tellerrand hinaus mit vielen Aha-Erlebnissen.

am 14.03.2024

Osterferien-Programm und neue Outdoor-Ausstellung

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Unsere diesjährige Museumssaison in Diepolz startet am Palmsonntag, 24. März. Zum Auftakt finden in den Osterferien täglich österliche Aktionen im Sattler-Hof statt. Die neue Outdoor-Ausstellung „Bergbauern in der ganzen Welt“ ist ebenfalls ab 24. März zu sehen.

Im Sattler-Hof finden während der Osterferien täglich um die Mittagszeit spannende Mitmach-Aktionen statt. Die Haushälterinnen färben Ostereier, nähen an der fußbetriebenen Nähmaschine, bedrucken Stofftaschen, filzen Osterhäschen, basteln Osterdekorationen und kochen oder backen am Holzherd – die Besucher können dabei zuschauen, mitmachen und probieren.

Aber auch Handwerker sind zu Gast, denen man bei der Arbeit über die Schulter schauen kann. Am Ostermontag, 1. April, zeigt Birgit Schilling, wie man mit einem Spinnrad Wolle zu einem gleichmäßigen Faden spinnt und was man aus diesem Naturprodukt alles machen kann. Neben handgesponnener Wolle stellt sie auch selbstgefärbte Garne, selbstgestrickte Kleidungsstücke oder gemütliche Filzhausschuhe her.

Gleich zweimal lädt Bernd Engstle zu einer Osterkräuterwanderung ein. Traditionell wurden in der Osterzeit früher genau neun Kräuter gesammelt. Zusammen mit dem Wildkräuterführer Bernd Engstle erleben die Besucher eine unterhaltsame Wanderung durch das Museumsgelände, wo sie die ersten frischen Kräuter entdecken können.
Nicht nur in den Osterferien, sondern die ganze Saison über ist im Sattler-Hof fast täglich eine Handwerks- oder Hauswirtschafts-Vorführung geboten – bäuerliche Handarbeiten, Handwerk, Kochen oder Basteln zum Zuschauen und Mitmachen.

Eine neue Outdoor-Ausstellung, am Rundweg durchs Museumsgelände gelegen, vergleicht das Leben und die Arbeit von Bergbauern aus unterschiedlichen Ländern und Kontinenten. Wo und wie leben die Bergbauern, welche Produkte bauen sie an und welche Werkzeuge haben sie zur Verfügung? Welche Traditionen pflegen sie, welche Sprache sprechen sie und wo gehen ihre Kinder zur Schule? Lehramtsstudentin Carla Schäfler von der Uni Würzburg konnte auf einer Exkursion im Rahmen ihres Studiums das Leben der Chagga-Bergbauern in Tansania hautnah miterleben und kam dadurch auf die Idee zu diesem Vergleich. Neben den Allgäuer Bergbauern und den Chagga stehen auch die Sherpa-Bergbauern im Himalaya im Fokus - ein interessanter Blick über den Allgäuer Tellerrand hinaus mit vielen Aha-Erlebnissen.

Das Osterferien-Programm im Überblick:
Sonntag, 24. März: Kochen am Holzherd
Montag, 25. März, und Sonntag, 31. März: Baumstämmchen-Hase gestalten
Dienstag, 26. März: Hennen nähen
Mittwoch, 27. März: und Donnerstag, 4. April, Hasenanhänger basteln
Donnerstag, 28. März, und Samstag, 6. April: Kleine Osterzöpfe backen
Freitag, 29. März, und Samstag, 30. März: Ostereier färben
Sonntag, 31. März: Osterkräuterwanderung mit Wildkräuterführer Bernd Engstle
Montag, 1. April: Backen mit Quarkölteig und Handwerkervorführung „Wolle spinnen am Spinnrad“ mit Birgit Schilling
Dienstag, 2. April: Häschen filzen
Mittwoch, 3. April: Österlicher Stoffdruck
Freitag 5. April: Lämmle aus Filz basteln
Sonntag. 7. April: „Zigernudla“ kochen und Osterkräuterwanderung mit Wildkräuterführer Bernd Engstle

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am 17.10.2023

Endspurt in den Herbstferien

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Die Tage werden kürzer und kälter, Nebel zieht auf und die Museumssaison nähert sich ihrem Ende. Noch bis Sonntag, 5. November ist das Allgäuer Bergbauernmuseum geöffnet, danach wird alles winterfest gemacht und auf den „Winterschlaf“ vorbereitet. Aber noch ist es nicht so weit. In den Herbstferien ist der Sattler-Hof mit Leben erfüllt und der Duft nach frisch zubereiteten Köstlichkeiten oder das Rattern der Nähmaschine erfüllen das alte Bauernhaus.

Außerdem sind wieder Handwerker zu Gast, die sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen lassen.
Im Sattler-Hof des Museums bereiten unsere Haushälterinnen traditionelle Allgäuer Gerichte zu. Ihr könnt dabei zusehen und natürlich auch probieren! Die Rezepte wurden von Generation zu Generation oder auch unter Nachbarn weitergegeben. Auch mit bescheidenen Mitteln und Zutaten gelang es unseren Groß- und Urgroßmüttern schmackhafte Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen. Süße oder pikante Mehlspeisen waren dabei an der Tagesordnung. Die Zutaten dafür konnten gut gelagert oder selbst hergestellt werden, wie Quark und Butterschmalz aus der Milch der eigenen Kühe. Gemüse und Kräuter wuchsen im eigenen Garten. Weitere Lebensmittel kamen von der Streuobstwiese, den Beerensträuchern, dem Kartoffelacker und einem Krautgarten. Fleisch gab es fast nur an Sonn- und Festtagen. Um die Lebensmittel für den Winter haltbar zu machen, waren die Bäuerinnen im Herbst mit Einkochen, Trocknen oder Räuchern beschäftigt.
Am 28. Oktober gibt es „Nonnenfürzle“, am 29. Oktober „Apfelkiachle“ gemacht aus Äpfeln von der eigenen Streuobstwiese und am 1. November stehen „Zigernudla“ auf dem Speiseplan.
An den anderen Ferientagen wird gebastelt: am 30. Oktober und 4. November werden Freundschaftsarmbänder mithilfe einer einfachen Strickliesel geknüpft, am 31. Oktober Tiere gefilzt, am 3. November steht Basteln mit Heu auf dem Programm und zum Abschluss am 5. November packt Martha die fußbetriebene Nähmaschine aus und näht Heukissen.
Am 28. Oktober ist Holzschnitzer Dieter Urbanski im Museum zu Gast. Am 30. und 31. Oktober führt der Seiler Uli Emhart sein Handwerk vor.

Das Herbstferien-Programm in Überblick
28.10. „Nonnenfürzle“
Vorführung Holzschnitzer
29.10. „Apfelkiachle“ backen
30.10. Freundschaftsarmbänder knüpfen
Vorführung Seiler
31.10. Tiere Filzen
Vorführung Seiler
01.11. „Zigernudla“ kochen
03.11. Heubasteln
04.11. Freundschaftsarmbänder knüpfen
05.11. Heukissen nähen mit der Nähmaschine

am 06.10.2023

Informationspirsch im Diepolzer Wald

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Wenn das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und das Allgäuer Bergbauernmuseum zu den Waldschultagen rufen, dann stößt dies bei den Grundschulen im Oberallgäu auf reges Interesse: 18 Schulklassen mit über 400 Schülern begaben sich Anfang Oktober mit Förster, Forstwirt, Museumspädagogen & Co. auf die Pirsch nach Informationen im Diepolzer Wald.

Der alljährliche Waldschultag wird seit vielen Jahren in Kooperation mit dem Bergbauernmuseum Immenstadt in Diepolz angeboten und richtet sich an die Drittklässler. Unter der Leitung der Förster Martin Wenzel und Moritz Teufel und von Oliver Scherm, Fachberater Umweltbildung beim Schulamt, wagten sich die Kinder auf den Pirschpfad und erfuhren Vieles über das Wild. Der „Pirschpfad“ war nur eine von vier Stationen für die Drittklässler, außerdem ging es in der Rosshütte auf dem Museumsgelände bei Museums-Kuratorin Catrin Weh um die Arbeit der Holzarbeiter früher – und das Mischwaldspiel zeigte anschaulich, wie wichtig eine gute Durchmischung der Baumarten ist, um einen stabilen, schützenden Bergwald zu fördern. Höhepunkt des Waldschultags war für die meisten Schüler die Waldpflege mit der Motorsäge. Georg Rohrmoser zeigte, wie man einen Baum fällt, und zwar „auf den Zentimeter“. Bei einem Waldquiz konnten die Schülerinnen und Schüler anschließend ihr Wissen testen. Als Dank für die Aufmerksamkeit erhielt jede teilnehmende Klasse einen gesägten Holz-Igel – und alle Teilnehmer durften zudem eine Familienkarte fürs Museum mit nach Hause nehmen, um bei einem ausführlicheren Besuch auch noch den Traktorenparcours und den Hüpf-Heustock sowie die Informationen zum Bergbauernleben im Museum zu erleben.

am 02.10.2023

60 Schafe und 1.300 Besucher beim Schäfertag

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Bei goldenem Oktoberwetter trafen sich die Allgäuer Schafhalter in Diepolz zum alljährlichen Schäfertag. Mit dabei hatten sie 14 Zuchtgruppen verschiedener seltener Schafrassen wie Weiße, Braune, Schwarze und Gescheckte Bergschafe, Heidschnucken oder Walliser Schwarznasenschafe.

Die wolligen Vierbeiner lockten mehr als 1300 Gäste ins Bergbauernmuseum, darunter auch eine 40-köpfige Gruppe der Pfaffenwinkler Schafhalter. Das Richten der Schafe übernahmen in diesem Jahr Josef Pirchmoser aus Böbing bei Weilheim, Marie-Theres Maurer aus Klais bei Garmisch sowie Schafzuchtberater Georg Zettler. Sie bewerteten verschiedene Tiergruppen jeweils einer Rasse nach drei Kriterien: Wolle, Bemuskelung und äußere Erscheinung der Tiere. Bei der abschließenden Siegerehrung lobte Marie-Theres Maurer die Qualität der ausgestellten Tiere und betonte, dass selten so viele unterschiedliche Rassen bei einer Schafausstellung zusammenkommen.

Ludwig Prinz aus Weiler wurde mit 96 Punkten als Gruppensieger bei den Herdbuchzüchtern und Wollsieger ausgezeichnet. Im Vorjahr war er mit seinen Weißen Bergschafen sogar Bundessieger geworden. Bei den Gebrauchsschafhaltern lag Winfried Satzger aus Mauerstetten mit seinen Braunen Bergschafen auf dem ersten Platz. Den Muttergruppenpreis bekam Johann Ostheimer mit seinen Walliser Schwarznasenschafen und 89 Punkten. Über ihre Preise und Urkunden freuten sich besonders die jungen Nachwuchsschäfer, die im Rahmen des Jungzüchter-Wettbewerbes ihre Lämmer, Schafe und Böcke präsentieren durften.

Beim Publikum sehr beliebt waren außerdem die Hütevorführungen von Peter Vogler, der mit seinen Border-Collies eine Schafgruppe über das Museumsgelände lotste. Eine professionelle Schafschur zeigten Markus Übelhör aus Fischen und Jungschafscherer Jona. Profitiert haben davon die Museumsschafe, die nun wieder frisch "frisiert" übers Gelände spazieren. Vorführungen am Spinnrad, Kinderfilzen, Verkaufs- und Infostände machten das Programm komplett.

am 28.09.2023

Schutz für den „Schlüsselbaum“

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Gemeinsam für den Wald beim Bergbauernmuseum: Die Schülerinnen und Schüler der P-Klasse der Mittelschule Immenstadt unterstützten gemeinsam mit Forstwirt Linus Schuchardt vom Forstreferat der Stadt Immenstadt die Jagdgenossenschaft Diepolz beim Schutz der Weißtanne.

Einen Tag lang lernte die Klasse vor Ort im Wald oberhalb des Bergbauernmuseums, worum es beim Verbissschutz geht – und setzte das Wissen sogleich praktisch um: Mit einer Schutzlasur oder Schafwolle präparierten die Schülerinnen und Schüler mehrere hundert Jungpflanzen, die nun im anstehenden schneereichen Winter vom Wildverbiss verschont werden.
Ein „Schlüsselbaum“ für die Zukunft des Walds: Die robuste Weißtanne ist ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Wälder, und ihr Schutz ist entscheidend für die Artenvielfalt und die Stabilität der Ökosysteme. Sie ist eine der wenigen Baumarten, die auch in höheren Lagen gedeiht und somit zur Stabilität der Waldökosysteme in Bergregionen beiträgt. Darüber hinaus ist die Weißtanne von wirtschaftlicher Bedeutung, da ihr Holz vielseitig verwendbar ist.
Die Weißtanne ist wie in vielen Regionen auch in der Bergstätte von einem akuten Verbissproblem betroffen. Rehe und andere Wildtiere fressen die jungen Triebe der Weißtannen, was das Wachstum und die Regeneration der Bestände stark beeinträchtigt. Der Verbiss führt nicht nur dazu, dass junge Weißtannen nicht heranwachsen können, sondern er begünstigt auch das Wachstum von konkurrenzstarken Baumarten.
Während der Aktion bedankte sich Dieter Rimmel von der Jagdgenossenschaft Diepolz bei den Schülerinnen und Schülern mit ihrem Lehrer Jörg Waiser für ihr Engagement mit einer Brotzeit mit Landjägern und Diepolzer Bergkäse, und zum Abschluss spendierte das Allgäuer Bergbauernmuseum noch eine Runde Eis für die Helfer.

am 07.09.2023

Der Herbst im Allgäuer Bergbauernmuseum

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Wir starten in den Herbst mit vielen spannenden Vorführungen im Sattler-Hof. Hier ein Überblick über die Veranstaltungen nach den Sommerferien.

Unsere Haushälterinnen erfüllen den alten Bauernhof-Hof mit Leben und lassen sich beim Kochen, Backen, Handarbeiten und Basteln über die Schultern schauen. Ihr seid eingeladen zum Mitmachen und Probieren. Am 16., 17. und 23. September wird am Holzherd gekocht. Auf dem Speiseplan steht jedes Mal ein anderes Gericht. Diesmal sind es „G´walete Kiechle“, „Bollekiechle“ und Pfannkuchen. Ihr dürft natürlich kosten, wie es schmeckt. Die Vorführungen beginnen um 11.30 Uhr und dauern solange der Teig reicht. Vom 19.-22.09. dreht sich alles um den „Stoffdruck“. Mit kleinen Holzmodeln und Stoffarben werden Stofftaschen bedruckt. Außerdem basteln wir im Sattler-Hof: Heubasteln am 18.9., Wollschafe basteln 26.09., Seifenbälle filzen am 27.09. und lustige Schlüsselanhänger basteln am 28.09.
Auch im Herbst sind im Museum wieder Handwerker zu Gast und lassen sich über die Schulter schauen: Klöpplerin, Holzschnitzer, Seiler und Bandweberin sind zu sehen. Die Termine findet ihr unter www.bergbauernmuseum/veranstaltungen.
Höhepunkt im Herbst ist der alljährliche Schäfertag mit den Allgäuer Schafhaltern am 01. Oktober mit Schafprämierung, Jungzüchter-Wettbewerb, Vorstellung seltener Schafrassen, Schauhüten, Schafe scheren, Kinderfilzen und natürlich kulinarischem Rahmenprogramm.

am 15.08.2023

Lesung: Tobias Schuhwerk und "Nüüf"

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Wie lebt und arbeitet ein Alphirte auf einer abgeschiedenen Alpe im Allgäuer Hochgebirge? Dieser Frage geht Autor Tobias Schuhwerk in seinem neuen Buch „Nüüf“ (Hinauf) auf den Grund. Am Sonntag liest er im Sattlerhof aus seinem neuen Buch - und zwar gleich zweimal.

Einen Sommer lang hat er Älpler Patrick Schuster von der Einödsberg-Alpe in Oberstdorf immer wieder besucht und über die Schulter geschaut. Anhand von dessen Beispiel beschreibt Schuhwerk, Chefreporter bei der Allgäuer Zeitung, die Faszination und den Mythos der Allgäuer Alpwirtschaft. Die Alpweiden rund um den Einödsberg reichen hinauf bis knapp 2000 Meter. Sie zählen zu den steilsten in Deutschland und werden seit Jahrhunderten bewirtschaftet. Den besonderen Herausforderungen begegnet Alphirte Patrick zusammen mit Kleinhirtin Paula mit jede Menge Geschick und Humor. Mehr über die Begegnung mit dem Allgäuer Urgestein erzählt der Autor interessierten Museumsbesuchern im Rahmen seiner Lesung am Sonntag, 10. September, jeweils um 13 und um 15 Uhr im Bergbauernmuseum in Diepolz. Dabei besteht auch die Möglichkeit, Bücher signieren zu lassen.

am 28.07.2023

„Museums-Shuttle“ startet in den Ferien

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Der Landkreis Oberallgäu und die Stadt Immenstadt finanzieren gemeinsam einen „Museums-Shuttle“, der an Ferien-Werktagen zwischen Immenstadt, Diepolz und Missen zusätzliche Bus-Fahrmöglichkeiten bieten soll. Das sorgt dafür, dass Besucher per ÖPNV bis zu 5 Stunden im Museum bleiben können.

Die Fahrten sind so konzipiert, dass die Besucher in den Pfingst- und Sommerferien mit dem Bayern-Ticket in München, Augsburg oder Ulm nach 9 Uhr starten können, bei der Rückfahrt ergeben sich kurze Wartezeiten an die Regional-Express-Züge nach Ulm bzw. München. „Wir haben viele Besucher aus dem Raum Kaufbeuren und aus dem Unterallgäu, so dass sich für unsere Gäste nun völlig neue Möglichkeiten für einen kostengünstigen Ferien-Tagesausflug ergeben“. Die Familienkarte ist im Museum weiterhin für 16 Euro zu haben. Alle Fahrten sind in den digitalen Fahrplanmedien gelistet und bei bahn.de oder www.mona-allgaeu.de abrufbar.

Hinfahrt:
Bahnhof Immenstadt ab 11.00 Uhr
Bergbauernmuseum an 11.14 Uhr
Rückfahrt:
Bergbauernmuseum ab 16.30 Uhr
Bahnhof Immenstadt an 16:45 Uhr

Eine Ausweitung des zusätzlichen Fahrangebots auf Samstage, Sonntage und Feiertage erscheint den Projektpartnern wünschenswert aber derzeit nicht realisierbar. Der Grund: An Wochenend- und Feiertagen tagen ist es derzeit aussichtslos, qualifizierte Busfahrer herzubekommen.

Die Bereitstellung des „Museums-Shuttles“ wurde gemeinsam mit dem Konzessionsträger „Komm mit – Morent“ erarbeitet und wird vom Landkreis gemeinsam mit der Stadt Immenstadt finanziert.

am 27.07.2023

„Wo gesägt wird, da fällt Sägmehl“

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Am Sonntag, 13. August, ist im Allgäuer Bergbauernmuseum lebendiges Handwerk zu sehen: An der transportablen Wandersäge wird Bauholz gesägt, Handwerkerinnen und Handwerker lassen sich bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und zeigen alte Handwerkstechniken. Vor dem Museum feiern die Diepolzer Vereine mit Musik und kulinarischen Angeboten das alljährliche Dorffest.

Eine besondere Attraktion ist dabei eine transportable Vollgatter-Wandersäge. Josef Linder zeigt – übrigens auch schon am Samstag, 12. August – wie im Allgäu in abgelegenen Gebirgsregionen Bauholz zum Bau von Alphütten u.a. gesägt wurde. Die Wandersäge ist ein Eigenbau vom Anfang der 1930er-Jahre, an dem im Laufe der Zeit immer wieder konstruktive Änderungen vorgenommen wurden. Die Einzelteile der zerlegbaren Säge wurden oft unter großen Mühen mit Fuhrwerken, Schlitten, Tragtieren, teilweise auch mit Muskelkraft an den Bestimmungsort transportiert, um dort vor Ort Bauhölzer maschinell herstellen zu können. Bis Anfang der 1950er-Jahre waren ca. fünf bis sechs solcher Wandersägen im gesamten Allgäuer Alpenraum im Einsatz. Nach der Erschließung der Alpen durch Wege und Straßenbau erfolgte der Holztransport mit Traktoren und Lkws und die Wandersägen wurden nur noch in Einzelfällen gebraucht. Josef Linder hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Historie der Wandersäge zu bewahren und gibt mit dem Aufbau und Betrieb ein lebendiges Zeugnis des handwerklichen Kulturerbes.

Programm beim Dorffest und Handwerkertag
Auch der Verein Landhand Allgäu e.V. ist in diesem Jahr wieder beim Handwerkertag vertreten. Gegründet wurde der Verein von Allgäuer Handwerkern und Künstlern mit dem Ziel, traditionelle Handwerkskünste auszuüben, zu erhalten und weiterzuentwickeln. Hammerschmied Konrad Neßler schmiedet neben hochwertigen Bratpfannen auch Werkzeuge und Kunstschmiedeartikel. Siglinde Neßler, Vorsitzende des Vereins, zeigt Klöppeln und Filzen, zwei ganz unterschiedliche Techniken der Textilkunst. Pia Ritter webt ihre Schals und Taschen mit hochwertigen Garnen am eigenen Handwebrahmen, Elfriede Lerbscher stellt bereits seit vielen Jahren in Handarbeit Reisigbesen her und Veronika Wildegger strickt Trachtenstrümpfe, -westen und -socken. Erlesenes aus Holunder gibt es bei „Holderhex“ Katharina Liebenstein.

Mit dabei sind auch Drechsler, Hirschhornschnitzer, Bandweberin, Trachtenschneiderin, Weidenflechterin, Imkerin und viele mehr. Beim Weidenflechten, Armbandweben oder Basteln einer Bienenwachskerze können Kinder ihr handwerkliches Geschick erproben. Musikalische Unterhaltung bietet nicht nur die Dorfmusik Diepolz im Rahmen des alljährlichen Dorffestes vor dem Museum, sondern auch eine lebendige Jukebox auf dem Gelände. „Timpuktwo“ überraschen die Besucher mit handgemachter Musik verschiedenster Stilrichtungen vom Kinderlied bis zur Rock- oder Volksmusik. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen die Dorfvereine aus Diepolz.

am 24.07.2023

Braunvieh Kunigunde zu Gast im Museum

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35 Jahre Zucht und Erhaltung von Allgäuer Original Braunvieh: Der Allgäuer Original Braunviehzuchtverein lud zu einer besonderen Tierschau zu uns ins Allgäuer Bergbauernmuseum.

Die Aussteller präsentierten den Museumsbesuchern mit einem Dutzend Kühen einen Querschnitt des aktuellen Tierbestandes. Mit dabei war auch Kuh „Kunigunde“, eine Namensvetterin des Museumsmaskottchens.

Zum Auftakt zeigte die Jugend des Trachtenvereins „D´Bergstätter Börlas“ Schuhplattler und Volkstänze. Siegfried Zengerle und Wolfgang Birk, die Vorsitzenden des Museumsvereines und der Original Braunviehzüchter, begrüßten die rund 600 Festgäste. Pfarrer Donatus aus Grän in Tirol segnete die Tiere, Dr. Franz Birkenmaier und MdL Eric Beißwenger betonten in ihren Grußworten die Bedeutung und Leistungen des Vereins bei der Erhaltung des Original Braunviehs. Von Geschäftsführer Andreas Bühler erfuhren die Gäste Interessantes über die Geschichte der Braunviehzucht sowie über den Verein. Im Rahmen der anschließenden Tierschau stellte Moderator Stefan Immler die Aussteller und ihre Tiere vor, erklärte typische Merkmale und Besonderheiten und gab Informationen zur Braunviehzucht und genetischen Vielfalt des Original Braunviehs. Der FC Diepolz sorgte für das leibliche Wohl der Gäste.

am 21.07.2023

Tierschau "35 Jahre Allgäuer Original Braunvieh-Zucht"

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Mit einer Tierschau feiert der "Allgäuer Original Braunviehzuchtverein" am Sonntag, 23. Juli, im Allgäuer Bergbauermuseum 35 Jahre Zucht und Erhaltung von Allgäuer Original Braunvieh. Dabei können die Besucher ein rundes Dutzend besonderer Tiere sehen, die ab 10 Uhr am Sattlerhof aufgetrieben werden.

Im Allgäuer Bergbauernmuseum in Diepolz wird ein Querschnitt des Tierbestandes gezeigt: Mit dabei sind Milchkühe und Mutterkühe, „altes“ Braunvieh, wie es in den 1950er-Jahren typisch war, modernere Allgäuer Braunvieh Typen sowie Braunvieh des Schweizer Typs. Der Fokus der Tierschau liegt auf der genetischen Vielfalt des Original Braunviehs. Die Besucher können sich einen Überblick verschaffen und erhalten Informationen rund um Züchtung, Bestand und Eigenschaften. Für das kulinarische Rahmenprogramm sorgt der FC Diepolz im Traktorenparcours mit Kaffee, Kuchen und einem Imbiss.

Den Auftrieb der Tiere können die Besucher ab 10 Uhr miterleben. Nach der Begrüßung um 14 Uhr segnet Pfarrer Donatus aus Grän/ Tirol die Tiere. Dr. Franz Birkenmaier, Zuchtleiter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, wird vor den Festgästen sprechen, ebenso Geschäftsführer Andreas Bühler mit einem Abriss über die Geschichte der Braunviehzucht und die Aktivitäten des Vereins. Im Anschluss dürfen die Tiere auf den „Laufsteg“. Moderiert wird die Schau von Stefan Immler. Wer sich für alte Hausstierrassen interessiert, erhält Informationen am Infostand der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH e.V.). Für die musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Infobox: Allgäuer Braunvieh – vom Aussterben bedroht
Was macht das Allgäuer Braunvieh aus und was führte dazu, dass diese Haustierrasse vom Aussterben bedroht wurde? Bei den „einheimischen“ Allgäuer Kühen handelt es sich um dunkelbraune bis graubraune Tiere mit schwarzen Hornspitzen und Klauen, weißer Einfassung des dunklen Mauls, hellen Haarbüscheln in den Ohren. Sie sind sanftmütig und ruhig, widerstands- und anpassungsfähig, langlebig und anspruchslos – wertvoll als langlebige und robuste Zweinutzungsrasse (Milch und Fleisch).

Die moderne Allgäuer Kuh ist heute eher eine „Amerikanerin“ und heißt Brown-Swiss. Mitte der 1960er-Jahre hatte man begonnen, das alpenländische Braunvieh mit amerikanischem Braunvieh (Brown Swiss) zu kreuzen, um die Milchleistung der Kühe zu steigern. Dies führte dazu, dass 1988 in Bayern nur noch 1138 Kühe ohne Brown-Swiss-Genanteil gemeldet waren, allesamt bereits betagte Tiere. Es war also höchste Zeit, wollte man ein Aussterben des Original Braunviehs im Allgäu verhindern. So ergriffen 1988 einige engagierte Original Braunvieh-Freunde die Initiative, um auf den Rückgang des Bestandes im Allgäu aufmerksam zu machen. Daraus entstand im selben Jahr die „Arbeitsgemeinschaft zur Erhaltung und Züchtung des Original Braunviehs“ im Allgäu.

Im Jahr 1995 wurde der „Allgäuer Original Braunviehzuchtverein e.V.“ gegründet und setzte sich zum Ziel, das Allgäuer Original Braunvieh zu erhalten und zu züchten. Als Interessenvertretung der Halter hat der Verein heute gut 120 Mitglieder. Das Kernzuchtgebiet umfasst den bayerischen und württembergischen Teil des Allgäus. Derzeit gibt es 623 Original Braunvieh-Kühe in Bayern und 337 in Baden-Württemberg. Die Bestandszahlen sind in den letzten Jahren leicht ansteigend. Die Kühe haben sich aufgrund der guten Fleischleistung und Muttereigenschaften sowohl in konventionellen als auch in Bio-Betrieben bewährt und werden sowohl als Milchkühe als auch als Mutterkühe gehalten.

am 09.06.2023

Guerillagärtner gehen auf Expedition

Expeditionen zu den Insekten

Ohne Insekten gibt es keine Bestäubung und dies führt zum Ausfall vieler Lebensmittel. Aber was kann man tun, um mehr Blühflächen zu schaffen und blütenbesuchende Insekten zu schützen? Beim „Blühtag“ im Allgäuer Bergbauernmuseum können sich die Besucher umfassend darüber informieren.

Am Sonntag, 11. Juni ab 10 Uhr geben Experten vom Bund Naturschutz Naturerlebniszentrum Allgäu sowie ehrenamtlich tätige Blühbotschafter Tipps und zeigen, wie viel Spaß die praktische Umsetzung macht. Sie nehmen kleine und große Besucher mit auf kurze "Expeditionen" zu den Insekten und Krabbeltieren rund ums Bergbauernmuseum. Unterwegs auf dem Gelände erleben die Teilnehmer mit viel Spaß die Faszination im Kleinen und lernen gleichzeitig, wie man unseren Insekten helfen kann. Außerdem können kleine „Guerillagärtner“ Samenkugeln formen und mit Anleitung einfache Insektennisthilfen bauen. Am Infostand erfährt man mit vielen praktischen Tipps, wie man Blüten- und Insektenreichtum im eigenen Garten fördert.

Monika Theuring, Vorsitzende des Kreisverbandes der Imker Oberallgäu, hält Kurzvorträge im Kräutergarten zum Thema „Großes Menü auf kleiner Fläche. Spätsommerliche Blüten für Bienen und Menschen.“ Spätestens wenn im August die Wiesen gemäht werden, sind Wild- und Honigbienen besonders auf eine gute Pollenversorgung für den Winter angewiesen. Welche Kräuter können wir auf Fensterbank und Balkon unseren Gästen anbieten und selbst genießen?

Im Sattler-Hof heizt Haushälterin Renate Heininger den Holzherd ein und backt für die Museumsbesucher. Passend zum Motto des Tages gibt es Waffeln in Form von Blüten und Schmetterlingen, verziert mit schmackhaftem Blütenzucker. Die Besucher können ihr beim Backen über die Schulter schauen und natürlich die Waffeln probieren. Renate Heininger ist zudem Allgäuer Wildkräuterführerin und gibt Tipps zur Verwendung von essbaren Blüten und Kräutern in der Küche.

Der Blühtag findet im Allgäuer Bergbauernmuseum am Sonntag, 10. Juni, von 10 bis 18 Uhr statt.

am 05.06.2023

Museums-Safari bis Mitte September

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Tierischer Rätselspaß in den Familien Museen Allgäu: Über die Sommerzeit hinweg laden die Familien Museen Allgäu zu einer Museums-Safari für Kinder und Familien ein. Bei uns im Bergbauernmuseum und in den 14 weiteren teilnehmenden Museen geht es darum, eine tierische Rätselfrage zu lösen.

Wer mindestens drei der Häuser besucht hat, kann an einer Preisauslosung teilnehmen. Alle, die ihre Chancen auf den Gewinn noch erhöhen möchten, können zusätzlich an einer Online-Museums-Safari auf Instagram und Facebook (@familien.museen.allgaeu) teilnehmen.
Rätselspaß im Museum
Wer findet das dick bepackte Kamel? Oder den Drachen, den der heilige Magnus – der Schutzpatron des Allgäus – getötet haben soll? Was ist eigentlich ein „pukpuk“ und wo kann man die römische Schutzgöttin der Pferde entdecken? Diese Fragen gilt es bei der Museums-Safari zu lösen. Der detektivische Spürsinn der ist dabei gefragt – erst einmal müssen ausgewählte Ausstellungsstücke in der Ausstellung oder auf dem Gelände gesucht werden. Hat man die gesuchten tierischen Objekte gefunden, muss eine Rätselfrage gelöst werden. Dabei hilft der schlaue Fuchs Foxy im begleitenden Rätselheft und eine besondere Rätselscheibe, mit deren Hilfe man geheime Wörter entschlüsseln kann. Wer das geschafft hat, den erwartet eine kleine Überraschung an der Museumskasse.
Museums-Safari quer durch die Allgäuer Museumslandschaft
Die Museums-Safari führt quer durch die Allgäuer Museumslandschaft und in verschiedene Regionen des Allgäus. Unter anderem können die Kinder Hüte ausprobieren im Deutschen Hutmuseum Lindenberg, ferne Welten entdecken in der Südsee-Sammlung Obergünzburg, in die Welt der Römer eintauchen im Archäologischen Park Cambodunum in Kempten oder einen Sprung ins Heu wagen im Allgäuer Bergbauernmuseum Immenstadt-Diepolz. Im Kinderkunstlabor in der MEWO Kunsthalle Memmingen können Kinder kreativ und auf Augenhöhe die Kunst erfahren. In den städtischen Museen in Memmingen, Kaufbeuren, Füssen, Sonthofen, Isny und Wangen laden Mitmach-Stationen und eigene Kinderpfade zur Zeitreise in die Vergangenheit ein.
Attraktive Preise
Der Hauptpreis ist ein verlängertes Wochenende im Gästehaus von Schloss Kronburg in einer Ferienwohnung. Hier lädt ein Wildgehege, ein Naturteich und eine idyllische Gartenanlage mit Blick auf die Allgäuer Bergwelt zu einem perfekten Familien-Wochenende ein. Des Weiteren gibt es bei der Museums-Safari eine Reihe von Sachpreisen, darunter Spiele und Bücher, aber auch Allgäu Picknick-Körbe sowie Familienpakete vom Theater in Kempten zu gewinnen.
Die Familien Museen Allgäu erhielten 2023 eine Förderung durch den Bezirk Schwaben.

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am 22.05.2023

Werdenstein früher - neue Ausstellung

Heuernte

Peter Elgaß zeigt historische Schätze aus Werdenstein in einer Doppelausstellung des Museums Hofmühle und des Allgäuer Bergbauernmuseums.

Ab dem 26. Mai wird im Museum Hofmühle und im Allgäuer Bergbauernmuseum die Ausstellung „Werdenstein damals“ gezeigt. Zu sehen sind Bilder des Fotografen Martin Elgaß (geboren 1887, gestorben 1969), der über viele Jahre das Leben, die Arbeit und die Menschen im Immenstädter Ortsteil Werdenstein auf Fotos festgehalten hat.

Die Fotodokumente entdeckte Peter Elgaß beim Sichten des Familien-Nachlasses in der Fleschermühle in verschiedenen Kisten und Akten. Mittlerweile ist der historische Schatz von rund 700 Schwarzweiß-Negativen im Format 6×6cm gehoben, die Bilder liegen digitalisiert und sanft nachbearbeitet vor und sind im Museum Hofmühle vom 26. Mai bis 3. Dezember, im Allgäuer Bergbauernmuseum vom 26. Mai bis 5. November zu sehen.

„Werdenstein damals“ – im Museum Hofmühle werden das autarke Dorfleben und die erstaunliche Vielfalt der Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten dargestellt. Mit Hilfe eines kleinen Stausees gewann man durch Wasserkraft Energie und wurde das Sägewerk angetrieben. Historische und aktuelle Aufnahmen zeigen den Wandel von dem Ort Werdenstein.

Gleichzeitig ist im Bergbauernmuseum in Diepolz die Fotoausstellung mit dem Titel „Die Kinder im Dorf“ zu sehen. Die Kinder stehen im Mittelpunkt vieler Stationen im Allgäuer Bergbauernmuseum, neuerdings besonders auch in der Sonderausstellung "Historische Kinderspiele" im Wiedemannhof. Passend dazu zeigt die Ausstellung im Traktorenparcours Fotos der Dorfkinder in alltäglichen Situationen beim Spielen und bei der Arbeit.

Der fotografische Nachlass von Martin Elgaß zeigt deutlich, welche Vielfalt an Berufen und Tätigkeiten zwischen 1923 und 1955 im kleinen Dorf Werdenstein vorhanden war. Werdenstein steht dabei für viele vergleichbare Ortschaften im Allgäu. Im Gegensatz zu heute waren die Dörfer weitgehend autark - während sie heute überwiegend als reine „Schlafstätten“ genutzt werden.

am 20.05.2023

Wir trauern um Leonhard Baldauf

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Unsere Museumsgebäude tragen seine Handschrift. Zum Abschied von Leonhard Baldauf.

Als federführender Architekt war Leonhard Baldauf wesentlich mitverantwortlich für das Gelingen des Projekts „Bergbauernmuseum“. Er betreute beide Bauabschnitte und stellte dabei sowohl sein gestalterisches Talent als auch sein Gefühl für den Umgang mit und den Erhalt historischer Bausubstanz unter Beweis.
Auch unter schwierigen Bedingungen - der erste Bauabschnitt stand aus Fördergründen unter enormem Zeitdruck – trug Leonhard Baldauf mit seiner ruhigen und besonnenen Art, seiner Erfahrung und seinem Können wesentlich zum Gelingen bei. In Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt entstand das neue Eingangsgebäude mit Empfangs- und Ausstellungsbereich, die Höfle-Alpe wurde aus dem Warmatsgundgebiet bei Oberstdorf nach Diepolz versetzt und der Wiedemann-Hof für die Nutzung als Museumsgebäude teilweise umgestaltet. Einige Jahre später war Leonhard Baldauf verantwortlich für die Verlegung des unter Denkmalschutz stehenden Sattler-Hofes und der Rosshütte auf das Museumsgelände in Diepolz.
Auch nach Fertigstellung der Gebäude stand er uns bei baulichen Fragen mit seinem Rat immer zur Seite. Er war ein echter Glücksfall für unser Museum. Dafür unseren herzlichen Dank! Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie.

am 11.05.2023

Unsere Aktionen zum Internationalen Museumstag

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Zum Internationalen Museumstag bietet das Allgäuer Bergbauernmuseum kostenlose Natur-Entdeckungs-Wanderungen auf dem Kuhnigundenweg an und stellt die neue Kinderführung „Der Bergbauer und das liebe Vieh“ vor.

Natur-Entdeckungs-Wanderungen
Rosi Oppold führt Museumsgäste auf zwei Teilstücken des Kuhnigundenweges und erklärt Wissenswertes zur Natur rund um das Museum. Unter dem Thema "Bäume, Wiesen, Kühe & der Kuhnigundenweg" startet die erste Wanderung um 11 Uhr an der Höfle-Alpe. Rosi Oppold berichtet Details zu den Viehweiden rund um das Bergbauernmuseum, zeigt Wissenswertes zur Waldwirtschaft und zeigt den Weg zum Allgäu-Ausblick von der Panoramaschaukel. Die Tour ist auch für Familien mit Kindern bestens geeignet, knapp 2 km lang und dauert ca. eineinhalb Stunden. Treffpunkt: Höfle-Alpe

Um 15 Uhr beginnt die Wanderung zum Thema "Nasse Wiesen, Moore & der Kuhnigundenweg". Führerin Rosi Oppold zeigt bei einer angenehmen Spazier-Wanderung das Moor bei Diepolz. Neben den Informationen zu den Mooren und zum Wasserhaushalt entdecken die Teilnehmer einige Spielstationen des Erlebniswegs und können bei der neuen Kneipp- und Rastanlage im Wasser pritscheln. Die Tour ist auch für Familien mit Kindern bestens geeignet, etwa 3 km lang und dauert ca. 2 Stunden., Treffpunkt ist am Eingangsgebäude.

Welche Tiere leben auf dem Bergbauernhof? – Führung für Kinder
Unter dem Motto „Der Bergbauer und das liebe Vieh“ startet die Kinderführung mit Susanne Stahl um 13 Uhr im Eingangsgebäude. Die Kinder lernen die Tiere auf dem Bauernhof kennen, erfahren Interessantes rund um Rindviecher und Federvieh, Schafe, Schweine und Bienen: Wie viel Liter Milch gibt eine Kuh am Tag? Wie viele Eier legt ein Huhn in der Woche? Wer kann von sich behaupten, den Magen einer Kuh durchwandert zu haben? Zum Abschluss gibt es ein spannendes Quiz.
Für Kinder von 6-10 Jahren, Dauer: 1,5 Stunden, Treffpunkt: 13 Uhr an der Museumskasse

Alle Führungen sind für Museumsbesucher kostenlos.

am 04.05.2023

Kinderbuch-Lesung: Anitas Alpsommer

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Zum Muttertag hat das Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz eine besondere Lesung vorbereitet: Laura Holzmann erzählt am Sonntag, 14. Mai, um 12.30 und 14 Uhr im Sattler-Hof, über die Entstehung ihres Kinderbuchs.

Die Bad Hindelangerin hat das Allgäuer Kinderbuch „Anitas Alpsommer“ realisiert - und liest für die Besucher in der Stube im Sattlerhof. "Anitas Alpsommer" ist ein reich illustriertes Kinderbuch: Kuh Anita ist zum ersten Mal weg von Zuhause, auf einer Alpe weit oben in den Allgäuer Bergen. Die Zuhörer tauchen mit Laura Holzmann ein in eine der ältesten Traditionen der Region und lernen mehr über die Bergwelt des Allgäus. Laura Holzmann ist geborene Oberallgäuerin. Nachdem sie ihr Studium in Passau absolviert und in Hamburg gearbeitet hat, ist sie nun zurück in ihrer Allgäuer Heimat und lebt in Bad Hindelang. Gemeinsam mit ihrer Freundin Pinar Çetin, die die Illustrationen beisteuerte, hat sie das Buchprojekt realisiert.

am 24.04.2023

Alle Neune! Das Kegeln in der Bergstätte

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In unserer Mitmach-Ausstellung „Historische Kinderspiele“ könnt ihr unsere Tischkegelbahn ausprobieren.

Das Kegelspiel ist bereits seit dem Mittelalter bekannt und wurde vor allem Im Freien gespielt, unter anderem auf den großen Volksfesten. Ab dem 19. Jahrhundert sind erste Kegelbahnen nachweisbar. Immer mehr Gasthäuser richteten solche Kegelbahnen ein. Auch das Gasthaus zur Traube in Diepolz hatte bis ca. 1955 eine überdachte Kegelbahn. Diese befand sich an einem Nebengebäude gegenüber und stellte einen beliebten Zeitvertreib dar. Im Wochenblatt vom Oktober 1874 wurde beispielsweise zu einem „Preiskegelschieben auf drei Kegel, nur für erwachsene Frauenzimmer“ geladen. Als Hauptpreis winkte damals ein Schafbock.

Am Montag nach der „Missner Kirbe“, der Kirchweih in Missen, findet auch heute noch das „Kirbekegeln“ am Brauereigasthof Schäffler statt, welches den Missner Handwerkern einen zusätzlichen freien Nachmittag beschert. Als Schlechtwetter-Alternative gab es eine Tischkegelbahn aus Holz. Die Kugel wurde allerdings nicht von Hand, sondern mit einem Spielstock, einem Queue wie beim Billard angestoßen. Dieses Spiel nennt sich „Stoßbuddeln“. Heute steht eine alte Tischkegelbahn aus Missen in unserer Sonderausstellung. Hier könnt ihr kegeln – allerdings nicht mit einem Queue, sondern von Hand. In unserer Mitmach-Ausstellung „Historische Kinderspiele“ könnt ihr noch viele andere Spiele testen und Spielsachen basteln. Kommt doch mal vorbei! Wir freuen uns auf Euch!

am 21.04.2023

Besuch aus dem Diepholz mit H

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708 Kilometer und ein "h" trennen die 16000-Einwohner-Stadt Diepholz in Niedersachsen vom Dörflein Diepolz bei Immenstadt. Freundschaftliche Bande gibt es dennoch - nun hatten wir mal wieder Besuch aus dem hohen Norden.

Eingefädelt hatte diese besondere "Städtefreundschaft" der damalige Bürgermeister der Stadt Diepholz vor vielen Jahren - und noch heute gibt es freundschaftliche Bande. Heute besuchten (von links) Peter Brebeck, Bernd Zadow und Klaus und Christian Brebeck (im Bild mit unserem Betriebsleiter Thilo Kreier) mal wieder unser Museum, herzlichen Dank für euren Besuch!
Die Diepholzer Delegation nahm den Blasmusikabend der Diepolzer Dorfmusik zum Anlass, mal wieder die achtstündige Reise in den Süden der Republik anzutreten. Peter Brebeck und sein Fanfarenzug hatten vor vielen Jahren gegenseitige Besuche realisiert - und mit der Familie Kohlross aus Diepolz, unseren Nachbarn, bestehen heute noch freundschaftliche Bande.
Als äußeres Zeichen des "Stadtbesuchs" haben die Diepholzer heute die Stadtfahne gehisst! Natürlich durfte ein Besuch im Museum sowie in der Höfle-Alp nicht fehlen.

am 31.03.2023

Osterferienprogramm im Allgäuer Bergbauernmuseum

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Zum Neustart nach der Winterpause bietet das Allgäuer Bergbauernmuseum ein abwechslungsreiches Ferienprogramm. In den Osterferien gibt es im Sattler-Hof Informationen, Leckerle und Gebasteltes mit historischem Hintergrund.

Die Haushälterinnen erfüllen das alte Bauernhaus mit Leben und lassen sich beim Kochen, Backen, Handarbeiten und Basteln über die Schultern schauen. Die Museumsbesucher können bei den Ostervorbereitungen und österlichen Basteleien zuschauen und mitmachen. Täglich ab 11.30 Uhr können die Besucher für jeweils ca. zwei Stunden Osterkerzen verzieren, Eier mit historischen Ingredienzen färben, Stoffe bedrucken, filzen, backen, kochen – und auch eine historische Nähmaschine kommt zum Einsatz.

Ein Blick ins Programm:
Am Sonntag, 2. April und Montag, 3. April werden beim „Österlichen Stoffdruck“ mit kleinen Holzstempeln und Stofffarben kleine Täschchen mit österlichen Motiven gestaltet. Haushälterin Renate fertigt mit den Gästen bunte Taschen für Ostergeschenke

Am Dienstag, 4. April, Dienstag, 11. April, Freitag, 14. April, Sonntag, 16. April, führt Haushälterin Martha vor, wie an der fußbetriebenen Nähmaschine im Sattler-Hof genäht wird. Dabei entstehen Hennen, die zum Spielen oder als österliche Dekoration genutzt werden können.

Am Mittwoch, 5. April, und Donnerstag, 13. April steht Österliches Filzen mit Monika auf dem Programm. Mit bunt gefärbter Schafwolle und Filznadel entstehen österliche Filzarbeiten. Am Donnerstag, 6. April und Freitag, 7. April, zeigt schließlich Haushälterin Monika beim Ostereier färben, wie man Ostereier mit Naturfarben wie Zwiebelschalen, getrockneten Heidelbeeren oder Färberdisteln bunt macht.

Am Karsamstag, 8. April und Ostersonntag, 9. April können die Besucher Osterkerzen verzieren mit Renate. Kleine Kerzen werden mit Motiven aus buntem Wachs zu kleinen Osterkunstwerken bearbeitet. Am Ostermontag, 10. April, kommt Monika zum Häschen backen in den Sattler-Hof. Monika stellt einen frischen Teig her, aus dem kleine Osterhäschen geformt und anschließend gebacken werden.

Am Mittwoch, 12. April, heißt das Motto Taschen mit Fingerdruck gestalten. Dann sind die eigenen Finger Stempel und Pinsel zugleich. Renate zeigt, wie man Taschen mit Fingerdruck verschönert.

Den Abschluss des Osterferienprogramms im Bergbauernmuseum bildet am Samstag, 15. April, das Waffeln backen am Holzherd. Am letzten Ferien-Samstag duftet es köstlich im ganzen Sattler-Hof: Haushälterin Renate backt knusprige Waffeln am Holzherd.

am 30.03.2023

Eröffnung für die "Diepolzer Dorfkindmomente"

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Diepolzer Dorfkindmomente - so heißt unsere neue Outdoor-Sonderausstellung, die die Lehramtsstudentin Sarah Keller mit ihrem Dozenten Dr. Markus Pingold von der Uni Würzburg für uns zusammengestellt hat und die zur Museumseröffnung erstmals präsentiert wird.

Sarah Keller studiert Realschullehramt in Würzburg und hatte als Missenerin ein Heimspiel beim Erstellen ihrer Zulassungsarbeit zu diesem Thema mit viel Lokalkolorit.
Sarah Keller hob einen historischen Schatz aus den 1950er- und 1960er Jahren: Erwachsene und Senioren aus Diepolz und den umliegenden Ortschaften berichten als Zeitzeugen, wie ihre Kindheit und Jugend war. Dabei ist die Rede von gewagten Streichen, lustigen Einfällen, vielen Erlebnissen in der Natur - aber auch von Arbeit, strenger Erziehung und kargen Lebensbedingungen. Für viele war der Ausflug zur Missener Kirbe oder gar zur Allgäuer Festwoche nach Kempten das absolute Jahreshighlight, Kleidung wurde von vielen Geschwistern und Verwandten aufgetragen und Waschtag war einmal die Woche. Schon früh mussten die Kinder in der Bergstätte auf dem Hof mithelfen, beim Eintreiben und Melken des Viehs, aber auch beim Traktorfahren oder beim Brennholzmachen im Wald.
All diese Informationen und Anekdoten aus der oftmals verklärten "guten, alten Zeit" der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts hat Sarah Keller in einer 140-seitigen Zulassungsarbeit dokumentiert - und auf 18 familiengerecht illustrierten Schautafeln zusammengefasst.
Alljährlich wird im Allgäuer Bergbauernmuseum eine neue Outdoor-Sonderausstellung realisiert - in enger Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg und dem Dozenten Dr. Markus Pingold. Im Vorjahr gabs "10 Dinge, die du vom Bergbauernhof kennen solltest" - und im kommenden Jahr wird das Leben und Arbeiten vom Bergbauern im Allgäu, im Piemont, am Kilimandscharo und am Himalaya verglichen. Zu sehen ist die Sonderausstellung täglich von 10-18 Uhr auf dem Freigelände des Allgäuer Bergbauernmuseums, entlang des neuen Museumspfads unterhalb der Höfle-Alpe.

am 24.03.2023

So entsteht ein Kinderbuch: Laura ist mit "Anitas Alpsommer" zu Gast

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Anitas Alpsommer: Laura zeigt euch an drei Sonntagen, wie ein Kinderbuch entsteht. Wir freuen uns auf den Besuch der Kinderbuchautorin Laura Holzmann am 14. Mai, 11. Juni und 2. Juli jeweils von 12 bis 16 Uhr.

Laura Holzmann erzählt euch im Sattlerhof, wie ein Kinderbuch entsteht. Laura hat ein wunderschönes Allgäuer Kinderbuch realisiert - und liest um 13:00 und 14.00 Uhr für euch in der Stube bei uns im Sattlerhof.
"Anitas Alpsommer" ist ein reich illustriertes Kinderbuch. Worum geht's? Kuh Anita ist zum ersten Mal weg von Zuhause, ohne Mama, auf einer Alpe weit oben in den Allgäuer Bergen. Warum die kleine Kuh Anita den Sommer dort verbringt und welche Herausforderungen dort auf sie warten? Taucht mit Laura ein in eine der ältesten Traditionen der Region und lerne mehr über die wunderbare Bergwelt des Allgäus.

Laura Holzmann ist geborene Oberallgäuerin. Nachdem sie ihr Studium in Hamburg absolviert hat, ist sie nun zurück in ihrer Allgäuer Heimat, lebt in Bad Hindelang und weiß die frische Bergluft und die Alpen noch viel mehr zu schätzen - beste Inspiration für das Kinderbuch! Gemeinsam mit ihrer Freundin Pinar Çetin, die die Illustrationen beisteuerte, hat sie das Buchprojekt realisiert.

Das Buch "Anitas Alpsommer" ist ab sofort bei uns im Museumsladen für 23,90 Euro zu haben!

am 15.03.2023

60 Studenten im Museum, in der Käserei und im Kuhstall

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Kürzlich hatten wir Besuch von der Georg-August-Universität Göttingen. 60 Studentinnen und Studenten besuchten uns - knapp drei Wochen vor der Wiedereröffnung unseres Museums nach der Winterpause.

Im engen Schulterschluss mit der Bergkäserei Diepolz (Danke!) haben wir den Besuch möglich gemacht, so konnten die Teilnehmer nicht nur bei einem Rundgang mit Kuratorin Catrin Weh unser Museum besichtigen, sondern auch einen Blick in die Produktionsanlagen werfen und Fragen an Senn Matthias Baßler und Kaufmännischen Leiter Bernd Mack richten.

Anschließend öffneten Genossenschafts-Vorstand Hubert Ritter und Martin Ritter die Stalltore des direkt neben an liegenden Ritter-Hofs und erläuterten Wissenswertes zur Milchwirtschaft in der Bergstätte auf über 1000 Metern Seehöhe. Professor Reza Sharifi will im Rahmen einer zweiwöchigen Lehrveranstaltung zum Thema Milchrind im Masterstudiengang Agrarwissenschaften am Department für Nutztierwissenschaften der Universität Göttingen verschiedene Aspekte der Milchproduktion in Deutschland beleuchten, wie beispielsweise Haltungssysteme, Züchtungsstrategien, wirtschaftliche Entwicklung, Tierhygiene sowie die Qualität der tierischen Produkte.

Neben universitätsinternen Dozenten kamen auch Experten aus Industrie und Verbänden zu Wort. Bei der Exkursion nach Süddeutschland ging es den Studenten um das praxisnahe Kennenlernen der Milchproduktion und -verarbeitung.

am 10.03.2023

Wir trauern um Josef Bettendorf

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Sein Markenzeichen war die schwarze Baskenmütze, die er stets trug: Wir müssen Abschied nehmen von Josef Bettendorf.

Als Förderer und Ideengeber hat „Jupp“ vor allem die ersten Jahre unseres Museums maßgeblich mitgetragen, nun ist er im Alter von 91 Jahren verstorben. Bei unseren Mitarbeiterinnen ist Josef Bettendorf dank seines unvergleichlichen Charmes noch heute in angenehmer Erinnerung.

Museumsgästen, die Josef Bettendorf einer Führung im Museum oder in der Diepolzer Kirche erleben durften, staunten über sein umfangreiches Wissen, wenn er mit Leidenschaft auch unbekannte Daten, Fakten und Anekdoten zum Thema aus den Tiefen der Historie ans Tageslicht förderte. Unvergessen bleibt uns, wie engagiert Josef das Leben und Wirken Carl Hirnbeins bei uns im Museum lebendig machte.

Mit seiner wirklich immer guten Laune, seinem steten Interesse an seiner Umwelt und seinen Mitmenschen war er uns immer ein angenehmer Gesprächspartner, der nie sich in den Vordergrund stellte, sondern das, was er vermitteln wollte.

Gemeinsam mit seiner Frau Uta gehörte Josef Bettendorf lange Jahre zu den Aktivposten im Museum. Für sein Engagement und so viele wunderbare Begegnungen sei ihm unser Dank gesagt. Seiner Frau Uta gilt unsere aufrichtige Anteilnahme.

am 22.02.2023

Historische Traktoren und Gerätschaften zu Besuch

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Wir bekommen Besuch von den Oldtimerfreunden Westallgäu e.V.! Viele historische Traktoren samt den dazugehörigen Gerätschaften werden bei uns - passenderweise rund um den Traktorenparcours - zu sehen sein. Auch eine historische Bschütte-Pumpe wird gezeigt, diese ist sogar in Betrieb!

Ob es bei uns so richtig schön nach Bauernhof stinkt, nach Bschütte und Diesel, das erfahrt ihr am besten selber live bei uns am Sonntag, 2. Juli, von 12 bis 16 Uhr!

am 17.02.2023

Bluatschink im Bergbauernmuseum

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Zum 20jährigen Bestehen des Museums besucht uns der Bluatschink mit seinem Kinderkonzert! Wir freuen uns auf die Lechtaler (Kinder-)Liedermacher Toni & Margit Knittel, die am Mittwoch, 28. Juni, ab 16 Uhr den Traktorenparcours in einen Konzertsaal verwandeln werden. Das Konzert ist auch ein Jubiläumskonzert zum 20-jährigen Bestehen des Museums, deshalb sind alle Kinder aus der Bergstättte und alle Mitglieder kostenfrei dabei. Der Vorverkauf und die Kartenvergabe starten am 2. April, mehr Infos per Mail unter info@bergbauernmuseum.de! Für alle Kurzentschlossenen gibt es selbstverständlich auch eine Abendkasse. Online-Kartenkauf ist unter unten aufgeführtem Link möglich.

Der Bluatschink ist ein Fabeltier aus dem Lech, das angeblich kleine Kinder frisst. Doch Margit & Toni Knittel haben ihn bereits 1990 vom Kinderschreck zum Umweltanwalt umfunktioniert und seither passt dieser „Wasserwolpertinger“ auf den Wildfluss Lech auf. Und er ist mit seinem Namen auch Pate gestanden für das Musikprojekt, mit dem diese beiden Lechtaler seither landauf, landab großen und kleinen Kindern Freude bereiten.

Über die Jahre hinweg hat „Bluatschink“ neben vielen CDs für die Erwachsenen („Funka fliaga“, „I han di gera“) auch immer Musik für Kinder gemacht. Bei diesen ganzen Programmen kamen bei den Kinder vor allem jene Songs gut an, bei denen sie so richtig von Herzen lachen konnten. Und dieses Lachen überträgt sich bei den Familienkonzerten auch auf die Erwachsenen – und das ist das eigentliche Geheimnis dieser Veranstaltungen. „Nur wenn die Erwachsenen mindestens so oft gelacht haben wie die Kinder, bin ich mit dem Konzert zufrieden!“ – so Toni Knittel über das Geheimrezept des Erfolges.

Sobald das erste Lied des neuen Programm „Dann geht’s den Affen gut“ erklingt, sind Jung und Alt voll dabei – Mitsingen, Mitklatschen, Mitmachen ist angesagt. Aber auch sonst sind die Themen der Lieder bewusst so gewählt, dass sie mitten aus der Lebenswelt der Kinder kommen: Freundschaft, Zusammenhalt und Familie stehen im Zentrum der Aussagen. Schräge Figuren sind daneben in jedem Bluatschink-Programm ein Muss: Da sind Ritter nicht einfach heldenhafte Kämpfer, sondern auch mal ein bisschen tollpatschig, da sind Drachen nicht einfach furchteinflößende Monster, sondern witzig und sie werden zu besten Freunden – und da sind Einhörner nicht einfach rosarot und sternenglitzernd, sondern auf mal etwas pummelig und sehen fast ein bisschen aus wie Nashörner!

Dass Bluatschink seine Konzerte bewusst als „Familienkonzerte“ bezeichnet, hat einen Grund. Toni Knittel: „Bei uns sitzen nicht die Kinder vorne und die Erwachsenen hinten. Ich bin selbst vierfacher Vater und ich wollte immer ganz unmittelbar miterleben, wie meine eigenen Kinder z.B. beim Kasperltheater voll mitmachen, mitschreien, mitleben.

Außerdem reißen die Kinder die Erwachsenen mit und wenn die Kinder, die Eltern und die Großeltern gemeinsam quaken, singen und die lange Nase von Ritter Rüdiger nachmachen – dann können wir da ein Erlebnis bieten, das der ganzen Familie in ewiger Erinnerung bleiben wird!“ Der Umstand, dass sich der Bluatschink als Lechtaler Umweltanwalt auch für bedrohte Tierarten und für die Umwelt einsetzt, bringt es mit sich, dass bei den Kinderkonzerten nicht nur Schenkelklopfen angesagt ist. In vielen Liedern sind Geschichten verpackt, die zum Nachdenken anregen – und das wirkliche Geheimrezept des Bluatschink-Erfolges ist die Fähigkeit, diesen pädagogischen Anspruch immer mit einer Riesen-Portion Humor zu würzen und die Unterhaltung nicht zu kurz kommen zu lassen.

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am 26.01.2023

Ihr wollt einmal Traktor fahren?

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In unserem Traktorenparcours stehen Tret-Traktoren für Kinder von 3 bis 7 Jahren bereit, zum Austoben, Heu aufladen und einführen. Außerdem könnt ihr auf einem echten alten Deutz-Traktor probesitzen.

Traktoren sind heute von unseren Straßen und Feldern nicht mehr wegzudenken. Aber es ist kaum 70 Jahre her, da waren diese Zugmaschinen noch etwas ganz Besonderes. Die Modelle waren noch nicht zu vergleichen mit den heutigen Traktoren. Sie hatten zunächst nur 11 bis 18 PS und besaßen weder eine Kabine noch Radio, Heizung, Allrad oder Hydraulik und erst recht keinen Spurhalteassistenten oder Bordcomputer. In den Nachkriegsjahren besaßen nur wenige Bauern überhaupt einen Traktor, manche nutzten einen umgerüsteten Militär-Jeep. In der Bergstätte investierten die Bauern ab ca. 1955 in solche Zugmaschinen.

Auf dem Wiedemann-Hof wurde der allererste Traktor 1960 angeschafft. Auf dem Foto sieht man Museumsbauern Richard als Kind zusammen mit Vater und Schwestern auf dem roten „Bautz“. Davor hatte die Familie Pferde. Hier auf dem Foto zeigt Opa Georg stolz sein Pferd „Butzi“. Die Fortschritte, was Größe und technische Ausstattung betrifft, schlagen sich natürlich auch in den Preisen nieder. Musste Familie Wiedemann 1969 für einen „Eicher“ mit Mähwerk noch 21.000 DM bezahlen, so kostet ein heutiger High-Tech-Traktor mindestens das Zehnfache.

am 24.01.2023

Betriebsexkursion ins Deutsche Museum

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Wie präsentieren die Kollegen im Deutschen Museum ihre landwirtschaftlichen Themen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Betriebsexkursion der Mitarbeiterinnen des Allgäuer Bergbauernmuseums nach München.

Zur jährlichen Betriebsexkursion hatte sich das Bergbauernmuseums-Team drei Abteilungen im Deutschen Museum ausgesucht und eingehend inspiziert. Dabei kam auch der Austausch mit den jeweiligen Betreuern der Themen nicht zu kurz und viele interessante Details wurden offenbar. Im Deutschen Museum arbeiten rund 500 Mitarbeiter, bis zu 7000 Besucher besuchen täglich die drei Häuser Museumsinsel, Verkehrszentrum und Flugwerft Schleißheim.
Im Fokus der Exkursion stand zunächst die Landwirtschaftsabteilung mit vielen Großgeräten, einem Fendt-Traktor und einer Berghütte vom Tegernsee. Besonders beeindruckt waren die Exkursionsteilnehmer vom der atmosphärischen Großprojektion eines Weizenfeldes im Jahreslauf sowie vom interaktiv ansteuerbaren Lebensmittelregal - mit einigen Gedankenimpulsen zum Überfluss und Mangel in unserer Zeit. Ähnlich beeindruckend war auch die Gesundheitsabteilung, in der ein interaktiver Blick in den Körper mit virtuellem Röntgenbild & Co. möglich war. Nach einem Mittagessen ging es noch ausführlich in die Kinderabteilung mit einem Pedalokopter und Riesengitarre. Hierbei nahmen die Teilnehmer noch einige Impulse für die museale Wissensvermittlung für Kinder und Familien mit zurück ins Allgäu, wo ein gemeinsames Abendessen die Betriebsexkursion beschloss.

am 12.01.2023

Der Weg zur Outdoor-Sonderausstellung

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Ihr studiert gerade "zufällig" an der Uni Würzburg und wolltet euch schon immer mal intensiv mit unseren Themen im Allgäuer Bergbauernmuseum auseinandersetzen? Wir hätten da eine Idee... ;-)

Hier die Ausschreibung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg:

In der Geographiedidaktik ist im Sommersemester 2023 eine
Zulassungsarbeit an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg,
betreut von Dr. Markus Pingold zu vergeben, die die Besonderheiten
und den Wandel des Allgäus untersucht. Ziel ist die wissenschaftliche Erarbeitung eines Themas mit Bezug zur Region und zu Arbeit, Leben und Landwirtschaft der Allgäuer Bergbauern mit dem Fokus, diese Inhalte kinder- und familiengerecht zu präsentieren. Neben der wissenschaftlichen Arbeit ist die Aufbereitung der Inhalte auf ca. 20 analoge „Schautafeln“ Teil der Aufgabe. In einer jährlich wechselnden Freiluft-Sonderausstellung sollen die Ergebnisse der Arbeit den ca. 65.000 jährlichen Besuchern des Museums gezeigt werden.

Folgende Themenvorschläge sind denkbar, aber auch andere Ansätze:

• Vergleiche von Bergbauern in verschiedenen europäischen Ländern
• Schulgeschichten
• Die Allgäuer in der Welt, Allgäuer Ideen in der Welt
• Mägde. Knechte. Kinderarbeit
• Zukunftsperspektiven / Ideen der Landwirtschaft in den Bergen
• Klimawandel und Berg-Landwirtschaft im Allgäu

Die Arbeit wird unterstützt vom Allgäuer Bergbauernmuseum e. V. in
Immenstadt-Diepolz. Die Betreuung vor Ort wird vom Museum übernommen, für etwaige Unkosten ist nach Absprache eine Unterstützung möglich.

Interessiert? Für die Zulassungsarbeit wendet euch bitte an
markus.pingold@uni-wuerzburg.de

am 07.12.2022

Museumskalender mit historischen Kinderspielbildern

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Historische Kinderbilder im neuen Museumskalender: Peter Elgaß zeigt historische Schätze aus Werdenstein im Jahreskalender des Allgäuer Bergbauernmuseums.

Die Kinder stehen im Mittelpunkt vieler Stationen im Allgäuer Bergbauernmuseum, neuerdings besonders auch in der Sonderausstellung "Historische Kinderspiele" im Wiedemannhof. Bei der Konzipierung der Ausstellung wurde ein langjähriger Kontakt wieder lebendig, denn Peter Elgaß steuerte einige Bilder spielender Kinder in Werdenstein bei. Nunmehr hat Elgaß diesen historischen Schatz an 6×6cm-Negativen seines Großvaters Martin Elgaß vollends gehoben und zeigt Fotos aus dem Familienarchiv. Die Motive zeigen Kinder in und um Werdenstein in alltäglichen Situationen. Dabei sind Aufnahmeort und vor allem Aufnahmezeit oft unbekannt, lassen sich aber in etwa in die Zeit zwischen 1930 und 1955 einordnen.

Die Bilder entdeckte Elgaß beim Sichten des Familien-Nachlasses in der Fleschermühle in verschiedenen Kisten und Akten, nunmehr liegen sie digitalisiert und sanft nachbearbeitet vor.

Im Bergbauernmuseums-Kalender werden die ersten zwölf Bilder gezeigt, doch eine Ausstellung mit weiteren Bildern des gesamten Familienarchivs ist schon in Vorbereitung. Der fotografische Nachlass von Martin Elgaß zeigt deutlich, welche Vielfalt an Berufen und Tätigkeiten zwischen 1923 und 1955 im kleinen Dorf Werdenstein vorhanden waren. Werdenstein steht dabei für viele vergleichbare Dörfer im Allgäu. Im Gegensatz zu heute waren die Orte weitgehend Selbstversorger - während sie heute überwiegend zum Wohnen genutzt werden.

Die Bilddokumente werden voraussichtlich ab April 2023 im Museum Hofmühle ausgestellt, die Kindermotiven werden ab der Wiedereröffnung im Allgäuer Bergbauernmuseum in der Museumsscheune gezeigt.

Der Kalender ist ab sofort für alle Mitglieder kostenfrei erhältlich, Nichtmitglieder können den Kalender gegen eine Schutzgebühr von 5 EUR erwerben. Bestellung bitte über info@bergbauernmuseum.de!

am 07.10.2022

Willkommen zum Schäfertag

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Der Verein Allgäuer Schafhalter e.V. präsentiert bei uns im Museum ein vielfältiges Programm rund um das Schaf mit Prämierung, Rassevorstellung, Schauhüten, Schafe scheren etc..

Programm
ab 10.00 Uhr
Richten der Schafe, anschließend Jungzüchter-Wettbewerb
ab ca. 11.00 Uhr
Schauhüten mit Border-Collies
ab 11.00 Uhr
Filzen für Kinder
ab ca. 12.30 Uhr
Schafe scheren
14.00 Uhr
Schafsegnung
anschließend
Schaukritik und Preisverleihung

Rahmenprogramm
Spinnen • Spezialitäten vom Lamm und Schaf (Hirtentopf)
• Kaffee und Kuchen • Marktstände: Woll-, Schaf- & Zuchtprodukte

Änderungen sind vorbehalten. Bitte achtet auf die Durchsagen.
Die Veranstaltung findet auf dem Museumsgelände statt.
Museums-Eintritt bitte an der Kasse zahlen!

am 12.07.2022

Großer Geburtstag für das Museum

Aufbau Museumsgebäude

Vor 20 Jahren öffnete das Allgäuer Bergbauernmuseum seine Türen und Tore

Die Geschichte des Allgäuer Bergbauernmuseums startete am 13. Juli 2002 - und 20 Jahre später hat sich das Freiluftmuseum zum besucherstärksten Museum Bayerisch-Schwabens entwickelt. Es brauchte damals viel Mut der Initiatoren, um das Museumsprojekt im wahrsten Sinne des Wortes "auf der grünen Weide" und doch mitten im Dorf zu realisieren.

Am Anfang stand eigentlich die Idee, im Immenstädter Museum Hofmühle eine Abteilung zu schaffen, die der wichtigen Bedeutung der Land-, Milch- und Alpwirtschaft im oberen Allgäu gerecht werden sollte. Durch die Eingemeindung der umliegenden Dörfer im Jahr 1972 wurde die Landwirtschaft auch in Immenstadt zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor, der im Heimatmuseum angemessenen Platz erhalten sollte.

Nicht zuletzt wegen Platzmangels in der Hofmühle machte man sich auf die Suche nach einem anderen geeigneten Standort. Die Wahl fiel auf Diepolz. Im Focus stand die Chance, den Tourismus im damals strukturschwachen Bergstättgebiet zu stärken.

Vor allem der damalige Bürgermeister Gerd Bischoff und der "Bergstätt-Stadtrat" Hermann Klepf setzten sich in unzähligen persönlichen Gesprächen für die Gründung des Museums ein. Im April 1999 beschloss der Immenstädter Stadtrat die Errichtung eines Museums, es sollte gemäß eines späteren Stadtratsbeschlusses „Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz“ heißen. Der erste Spatenstich erfolgte im Oktober 2000. Die Finanzierung wurde auch durch Fördergelder des Bezirks Schwabens, des Landkreises Oberallgäu, der Bayerischen Landesstiftung, des Landesamtes für Denkmalpflege und aus dem Strukturförderprogramm der Europäischen Union möglich gemacht.

Mit einem kleinen Team und in vergleichsweise kurzer Zeit wurde das Museum fertiggestellt und bereits am 13. Juli 2002 eröffnet. Am gleichen Tag stellte sich heraus, dass der 13. Juli „zufällig“ auch der Namenstag des Museumsmaskottchens Ku(h)nigunde ist.

Mit einem Gottesdienst und großem Festakt im Festzelt begann die Erfolgsgeschichte des Museums. Bereits am Eröffnungswochenende wurde das Museum gleichsam „überrannt“ - die Wege von und nach Diepolz waren von parkenden Autos blockiert, die Feuerwehr musste auf die Schnelle einen Einbahnverkehr organisieren. Vom ersten Jahr an übertrafen die Besucherzahlen die Prognosen und entwickelten sich über die Jahre hinweg sehr positiv.

Mit seiner Vision eines lebendigen, erlebbaren und anfassbaren Museums, das anschaulich den historischen Alltag der Bergbauern zeigt, hat Volkskundler Michael Kamp damals ein Museums- und Gestaltungskonzept entwickelt, das neben der erlebnisorientierten Vermittlung auch ökologische Aspekte berücksichtigt und Impulse für die Region setzt. Er schuf damit einen Besuchermagneten und Anziehungspunkt vor allem für Familien von nah und fern - der auch heute noch mit seinem Kernkonzept Erfolg hat.

Zu Beginn bestand das Museum aus einem neu errichteten Eingangsgebäude mit Empfangs- und Ausstellungsbereich, der Höfle-Alpe - einer „typischen“ Alphütte, die aus dem Warmatsgundgebiet bei Oberstdorf hierher versetzt worden war - und dem bewirtschafteten Wiedemann-Hof, der teilweise für die Museumsnutzung umgestaltet wurde. Ein Bienen- und Imkerhaus, Kräutergarten und Spielplätze vervollständigten das Freilichtmuseum. Erst später kamen der Sattler-Hof, die Rosshütte und der begehbare Kuhmagen hinzu, ebenso der Traktorenparcours.

Dreh- und Angelpunkt des Museums ist übrigens der Förderverein, der im September 2000 gegründet wurde und ab Juli 2002 die Betriebsführung übernahm. Erste Vorsitzende des Vereins war die Nachbarin und heutige Ehrenvorsitzende Christine Ritter, seit 2015 steht Siegfried Zengerle dem Verein vor. Heute beschäftigt das Museum 16 Mitarbeiter, die allermeisten von ihnen stammen aus der direkten Umgebung - ganz so wie es das ursprüngliche Ansinnen des gewagten Museumsprojekts gewesen ist!

am 04.07.2022

Museumsjubiläum mit Alphornklängen

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Wir feierten mit einem Alphorntreffen unser 20-jähriges Bestehen. Am Sonntag musizierten bei traumhaftem Wetter 18 Alphornbläser auf dem Gelände des Bergbauernmuseums.

Zum Eröffnungskonzert vor dem Eingangsgebäude und Abschlusskonzert an der Höfle-Alpe kamen zahlreiche Besucher. Mit dabei waren die Diepolzer, die Niedersonthofener und die Original Illertaler Alphorn Bläser. Die Gipfelblöser St. Gallen reisten bis aus der Schweiz an – die Gruppe kommt aus dem St. Galler Rheintal. Die Musikanten wurden begrüßt von Siegfried Zengerle, dem Vorsitzenden des Museumsvereins und spielten zum Auftakt alle gemeinsam auf dem Museumsvorplatz. Der mächtige Klang der vielen Alphörner bescherte nicht nur dem Vorsitzenden „Hennabrupfa“ (Gänsehaut), sondern auch rund 150 Zuhörern. Abwechselnd mit den Alphörnern traten als Überraschungsgäste die Nachwuchsplattler des Gebirgstrachtenvereins Bergstätter Börlas e.V. auf. Die kleinen Plattler zeigten mit Begeisterung verschiedene Tänze bei ihrem erst zweiten Auftritt vor einem großen Publikum, den sie bravourös meisterten und mit dem sie Beifallsstürme ernteten.

Gleich nebenan, in der Bergkäserei Diepolz, konnte man am Sonntag die neue Käsesorte „Diepolzer Alpkäse“ probieren, kennenlernen und bei einem Quiz einen ganzen Laib Alpkäse gewinnen.

Im Anschluss verteilten sich die vier Alphorngruppen über das Museumsgelände und spielten vor dem Sattler-Hof, am Spielplatz, auf der Höfle-Alpe und vor der Bergkäserei, ehe sich die Musikanten am Nachmittag vor der Höfle-Alpe zum abschließenden Gesamtchor unter der Leitung des Diepolzer Dirigenten Bernd Rimmel trafen.

am 27.06.2022

Handwerker-Wochenende und Dorffest

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Heinzenmacher, Schmied, Drechslerin, Stoffdruckerin und Bandweberin – am Wochenende waren im Allgäuer Bergbauernmuseum alte Handwerkstechniken zu sehen.

Bei strahlendem Sonnenschein waren am Wochenende mehr als 20 Handwerkerinnen und Handwerker im Bergbauernmuseum zu Gast, die einen Einblick in ihre Arbeit gewährten. Die Museumsbesucher konnten alte Handwerkstechniken kennenlernen, bei der Herstellung zusehen und auch selbst mitmachen. Wie schon seit vielen Jahren waren wieder Mitglieder des Vereins Landhand Allgäu e.V. mit dabei, ein Zusammenschluss von Allgäuer Handwerkern und Künstlern mit dem Ziel, traditionelle Handwerkskünste auszuüben, zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Am Samstag stand mit Heinzenmacher, Korbflechterin, Drechsler, Schnitzer, Schmied, Besenmacherin etc. lebendiges altes Handwerk im Mittelpunkt. Handarbeiten und Schmuck wurden am Sonntag gezeigt - von der Glasperlenmacherin über Spinnerin, Stickerin und Weberin bis hin zur Trachtenschneiderin und Stoffdruckerin waren verschiedenste Techniken und fertige Kunstwerke zu sehen. Gleichzeitig fand auf dem Museumsvorplatz das Diepolzer Dorffest statt. Die Dorfmusik Diepolz sorgte für die musikalische Unterhaltung und die übrigen heimischen Vereine für die Bewirtung.

am 20.06.2022

Einladung zum Handwerker-Wochenende

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Alte Handwerkstechniken und Dorffest am Sonntag: Am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Juni, könnt ihr ab 10 Uhr beim Handwerker-Wochenende Handwerkern bei der Arbeit zusehen und alte Handwerkstechniken kennenlernen.

Unter dem Motto „Hände die Werte schaffen“ sind beim Aktionswochenende auch Mitglieder des Vereins Landhand Allgäu e.V. mit dabei, wie z.B. Weberin, Trachtenschneiderin, Besenbinderin, Heinzenmacher und Schmied. Am Sonntag veranstaltet die Dorfmusik Diepolz auf dem Vorplatz ein Dorffest mit Blasmusik und kulinarischen Angeboten.
Lebendiges altes Handwerk erleben die Besucher am Samstag. Ludwig Maul aus Altstädten arbeitet an seiner Drechselmaschine. Elfriede Lerbscher stellt in Handarbeit Reisigbesen her. Wie Heinzen gemacht werden, zeigt Schritt für Schritt Luitpold Metzler. Flechtwerkgestalterin Marina Frey hat sich auf die Herstellung von Stuhlgeflechten spezialisiert und zeigt, wie dabei in mühevoller Geduldsarbeit komplizierte Muster entstehen. Beim Schnitzen kann man Dieter Urbanski über die Schulter schauen. Außerdem sind mit dabei die Korbflechterin Ingeborg Gutberlet, Johann Wolf mit seinen Holzartikeln und Kräuterspezialitäten vom eigenen Kräuterhof sowie Kristallsucher Markus Beck. Über das Imkerhandwerk informiert Monika Theuring, Vorsitzende des Kreisverbands Imker Oberallgäu. Kinder dürfen sich handwerklich ausprobieren und Weiden flechten, gemeinsam mit Schmied Ludwig Perner ein kleines Hufeisen schmieden oder Kerzen aus Bienenwachs basteln.
Am Sonntag dreht sich alles um Handarbeiten und Schmuck. Trachtenschneiderin Josefine Egger war schon früh von diesen schönen Kleidern fasziniert und gibt gerne ihr Wissen um die Allgäuer Tracht und deren Herstellung weiter. Trachtenstrümpfe, -socken und -westen nach verschiedenen alten und neuen Mustern strickt Veronika Wildegger. Wie man mithilfe von Klöppeln filigrane Spitzen herstellt, zeigt die Vorsitzende des Vereins Landhand Allgäu, Siglinde Neßler. Beim Spinnen am Spinnrad kann man Birgit Schilling über die Schulter schauen. Aus den so entstandenen Garnen webt Pia Ritter Schals und Taschen am eigenen Handwebrahmen. Bänder in vielen bunten Farben mit Mustern aus unterschiedlichen Ländern webt Sabrina Reich an einem originalen Bandwebkasten. Beim Filzen und Stricken kann man Cilli Glogger beobachten. Wer sehen will, wie farbenfrohe Glasperlen entstehen, schaut Kathja Schuler bei ihrer Arbeit zu. Perlen nicht aus Glas, sondern aus Wolle stellen die kleinen Besucher gemeinsam mit Museumsmitarbeiterin Martha Keller her. Die bunten Filzperlen werden anschließend auf eine Schnur gefädelt und schmücken einen Schlüsselanhänger. Gemeinsam mit Petra Kortmann kann man außerdem Stoffsäckchen bedrucken und auf Wunsch auch mit Kräutern befüllen.
Beim Dorffest der Dorfmusik Diepolz vor dem Eingangsgebäude ist für das leibliche Wohl und die musikalische Unterhaltung bestens gesorgt.

am 20.06.2022

Allgäuweite Museums-Safari vom 27. Juni bis 12. September

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Tierischer Rätselspaß in den Familien Museen Allgäu: Über die Sommerzeit hinweg laden die Familien Museen Allgäu zu einer Museums-Safari für Kinder und Familien ein. In den 14 teilnehmenden Museen geht es darum, eine tierische Rätselfrage zu lösen.

Wer mindestens drei der Häuser besucht hat, kann an einer Preisauslosung teilnehmen. Alle, die ihre Chancen auf den Gewinn noch erhöhen möchten, können zusätzlich an einer Online-Museums-Safari auf Instagram und Facebook (@familien.museen.allgaeu) teilnehmen.

Wer findet das Einhorn? Oder den Drachen, den der heilige Magnus – der Schutzpatron des Allgäus – getötet haben soll? Wie sieht eigentlich ein Paradiesvogelhut aus und was hat es mit der schillernden Käferflügelkette auf sich? Diese Fragen gilt es bei der Museums-Safari zu lösen. Der detektivische Spürsinn der ist dabei gefragt – erst einmal müssen ausgewählte Ausstellungsstücke in der Ausstellung oder auf dem Gelände gesucht werden. Hat man die gesuchten tierischen Objekte gefunden, muss eine Rätselfrage gelöst werden. Dabei hilft der schlaue Fuchs Foxy im begleitenden Rätselheft und eine besondere Rätselscheibe, mit deren Hilfe man geheime Wörter entschlüsseln kann. Wer das geschafft hat, den erwartet eine kleine Überraschung an der Museumskasse.

Museums-Safari quer durch die Allgäuer Museumslandschaft

Die Museums-Safari führt quer durch die Allgäuer Museumslandschaft und in verschiedene Regionen des Allgäus. Unter anderem können die Kinder Hüte ausprobieren im Deutschen Hutmuseum Lindenberg, ferne Welten entdecken in der Südsee-Sammlung Obergünzburg, in die Welt der Römer eintauchen im Archäologischen Park Cambodunum in Kempten oder einen Sprung ins Heu wagen im Allgäuer Bergbauernmuseum Immenstadt-Diepolz.

Attraktive Preise

Der Hauptpreis ist ein verlängertes Wochenende im Gästehaus von Schloss Kronburg in einer Ferienwohnung. Hier lädt ein Wildgehege, ein Naturteich und eine idyllische Gartenanlage mit Blick auf die Allgäuer Bergwelt zu einem perfekten Familien-Wochenende ein. Des Weiteren gibt es bei der Museums-Safari eine Reihe von Sachpreisen, darunter Spiele und Bücher, aber auch Allgäu Picknick-Körbe sowie Familienpakete vom Theater in Kempten zu gewinnen.
Die Museums-Safari der Familien Museen Allgäu wird unterstützt durch Fördermittel der Programme Neustart Kultur, KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Kulturstiftung der Länder und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Weitere Informationen findet ihr unter: www.familien-museen-allgaeu.de!

am 30.05.2022

Blühtag mit 500 Besuchern

Insekten unter dem Mikroskop

Gut besucht war der „Blühtag“ am Sonntag, den 29. Mai im Allgäuer Bergbauernmuseum. Rund 500 Besucher informierten sich beim Aktionstag mit dem Bund Naturschutz-Naturerlebniszentrum Allgäu über Wildbienen, Schmetterlinge & Co. und deren Lebensräume.

Am Infostand der Allgäuer Blühbotschafter mit Gerd Kainz und Kerstin Bufler erhielten die Besucher Tipps und Infos, wie man Blüten- und Insektenreichtum im eigenen Garten fördern und somit zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen kann. Mit Becherlupen konnte man selbst auf Expedition gehen und Insekten entdecken oder Krabbeltiere unter dem Mikroskop ganz genau „unter die Lupe nehmen“.
Fachkundige Anleitung und interessante Fakten steuerten Heike Kauper und Simone Theele vom Bund Naturschutz – Naturerlebniszentrum bei. Die Kinder nutzten gerne die Gelegenheit, selbst einfache Insektenhotels zu bohren und zu basteln, die nun in vielen Gärten als Unterschlupf für Wildbienen dienen können. Aus Erde, Lehm und heimischen Blumensamen wurden fleißig Samenkugeln gebaut, die zum „Guerillagärtnern verwendet werden können.
Die Allgäuer Wildkräuterführerin Renate Heininger erklärte im Rahmen halbstündiger Kräuterführungen den Kräutergarten im Museum. Dabei standen vor allem Kräuter im Mittelpunkt, die bei Insekten besonders beliebt sind, wie Kugeldistel, Dost oder auch die oft verkannte Brennnessel. Aus den Kräutern wurden als Andenken und Erinnerungsstütze Karten zum Mitnehmern gebastelt. Trotz der zwischenzeitlichen Regenschauer verbachten die Besucher einen informativen und abwechslungsreichen Tag im Museum.

am 20.05.2022

App verbindet uns mit dem Städtle

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Startschuss für die gemeinsame Museums-App in der Hofmühle, im Bergbauernmuseum und im Städtle: Die beiden Museen und die Alpsee Immenstadt Tourismus haben gemeinsam drei App-Projekte realisiert und damit die digitale Präsentation begonnen.

Ein Kuhschellenkonzert, Rundflüge in 3D, die Überschwemmung im Städtle oder auch eine Zeitreise in die Vergangenheit, bei der man erfährt, was der „blaue Fisch“ zu bedeuten hat, verbinden Wissen mit Spaß auf eine moderne Art und Weise. Bürgermeister Nico Sentner setzte bei einem Festakt im Museum Hofmühle in Immenstadt den symbolischen Startpunkt für das aufwändige Technik-Projekt, das in den vergangenen 15 Monaten umgesetzt wurde.

mit dem Förderprojekt „Neustart Kultur“ sollte besonders im Hinblick auf Corona das Kulturerleben auch ohne „Kontakt“ zu anderen Menschen möglich werden. „Die hohe Förderung von 90 Prozent sorgte dafür, dass ein 330.000-Euro-Projekt gestemmt werden konnte, bei dem die Eigenbeteiligung durch die beiden Museumsvereine sowie die Stadt in Höhe von jeweils 10.000 Euro gut machbar war. So wurde aus der Corona-Hilfe auch eine lokale Wirtschaftshilfe, denn wir holen mit dem zusätzlichen digitalen Angebot weitere Gäste in unsere Stadt“, so Sentner.

So einheitlich der Auftritt der Museums-App nach draußen ist, so individuell sind die einzelnen Apps geworden: Das Museum Hofmühle präsentiert sich als Technikmuseum und geht oft in die Details der Exponate, besondere Highlights in die Augmented Reality-Szenen, bei denen zum Beispiel in der Schuhwerkstatt der Schichtleiter über die Arbeit der Frauen im Akkord berichtet. Das Allgäuer Bergbauernmuseum hat zusätzliche digitale Highlights für Familien geschaffen und bietet unter anderem eine animierte Hobiat, Sommer-Winter-Panoramas, digitale Rundflüge ins Städtle und ins Oberallgäu, aber auch die Möglichkeit, ein Kuhschellenkonzert zu dirigieren oder ein Selfie mit einer zwinkernden Digitalkuh zu machen.
Die digitale Stadtführung durch Immenstadt wurde als Corona-taugliches Erlebnis auch barrierearm und mehrsprachig gestaltet. Dabei wird die App im Stadtbild auch analog sichtbar: Die neuen, schwarzen Schilder starten verschiedene AR-Szenen, bei denen es jede Menge historishe Informationen gibt.

Bürgermeister Sentner freute sich bei der Eröffnung besonders darüber, dass die drei touristischen Attraktionen der Stadt so gut bei dem technisch und organisatorisch sehr aufwändigen Projekt zusammengearbeitet haben: „Es war schön zu sehen, wie jeder für sich eine maßgeschneiderte App erarbeitet hat und doch immer wieder das gemeinsame Auftreten vom Städtle bei der Realisierung im Fokus stand.“ Sein Dank galt hierbei vor allem den Projektleitern Richard Schindele für die Hofmühle, Thilo Kreier für das Bergbauernmuseum und Theresa Schöberl für Alpsee Immenstadt Tourismus, die „unkompliziert und wie man sehen kann mit großem Enthusiasmus“ an die Arbeit gemacht hätten.

Zur Realisierung gab es technische Unterstützung von der Firma Deepr aus Stuttgart und vom App-Spezialisten Amory Belin, der die Idee der „Museo-Pic“-App erfunden hat und diese technisch weiterentwickelt. Belin war mehrere Wochen vor Ort und hat dafür gesorgt, dass die von Franz Walter aus Untereinharz erarbeitete Inhalte auch ansprechend präsentiert werden konnten. „Franz Walter war der große Motor des Projekts“ würdigte bei der Eröffnung Bergbauernmuseums-Leiter Thilo Kreier die Arbeit des medialen Tausendsassas und Filmemachers Franz Walters, er habe Videos produziert, Fotoshootings organisiert und durchgeführt, getextet, aber auch über sein Netzwerk die ansprechenden Grafiken und selbst die zugrundeliegende historische, museale Kartografie beigesteuert. Sein Dankeschön erhielt er von der Geschäftsführerin von Alpsee Immenstadt Tourismus, Theresa Schöberl, überreicht: Ein Präsentkorb mit vielen Gutscheinen, mit dem er mit seine Familie Immenstadt und die Berge der Umgebung erleben kann.

Wie kann man die App „erleben“?

Die App ist im App Store (MuseoApp Immenstadt) für Android und Apple erhältlich. Man kann sie auf das eigene Smartphone laden oder ein Tablet im Museum Hofmühle oder der Tourist-Information Immenstadt ausleihen.

Die Stadtführung, die von der Alpsee Immenstadt Tourismus GmbH geplant und umgesetzt wurde, kann zu jeder Tages- und Nachtzeit auf deutsch oder englisch erlebt werden. Schilder in der Stadt geben Hinweise auf die Stationen. Für Hörgeschädigte bietet die Tourist-Info Hörunterstützungen zu den Tablets an, auch ein Rätsel zur Historie der Stadt kann dort mitgenommen werden - und verspricht einen Gewinn beim richtigen Lösungswort. Im Allgäuer Bergbauernmuseum und im Museum Hofmühle ist zu den Öffnungszeiten die App eine lohnenswerte digitale Ergänzung zum Besuch.

am 17.05.2022

Blühtag im Bergbauernmuseum

Blühtag

Beim Blühtag könnt ihr euch im Allgäuer Bergbauernmuseum umfassend informieren, wie ihr Blüten- und Insektenreichtum zum Beispiel in eurem Garten oder auf eurem Balkon fördern könnt.

Naturnahe Gärten sind mit ihrem Reichtum an Blüten und Strukturen eine wahre Augenweide und gleichzeitig ein immer wichtigerer Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Am „Blühtag“ könnt ihr euch bei uns im Allgäuer Bergbauernmuseum umfassend informieren, wie ihr Blüten- und Insektenreichtum im eigenen Garten fördern könnt.

Wir laden euch ein zum Aktionstag mit dem Bund Naturschutz-Naturerlebniszentrum Allgäu am

Sonntag, 29. Mai ab 10 Uhr
im Bergbauernmuseum

Unser Programm:

11, 12, 13 & 14 Uhr
Kräuterführungen mit unserer Allgäuer Wildkräuterführerin Renate Heininger. Pro Familie gibt es ein selbstgebasteltes Andenken zum Mitnehmen.
Dauer:
ca. 30 Minuten
Treffpunkt:
Kräutergarten

ganztägig draußen oder im Traktorparcours:
• Infostand der
Allgäuer Blühbotschafter mit vielen praktischen Tipps
• Bau einfacher
Insektennisthilfen
und Formen von Samenkugeln für kleine „Guerillagärtner“
• Kurze „Expeditionen“ zu den Insekten und Krabbeltieren am Bergbauernmuseum.

am 15.05.2022

Museumstag: Historisches Spielen im Städtle

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Zum Internationalen Museumstag präsentierte sich das Allgäuer Bergbauernmuseum am Sonntag, 15. Mai die neue Sonderausstellung "Historische Kinderspiele" im Städtle.

Während des Verkaufsoffenen Sonntags gestaltete das Museum in der Bahnhofstraße eine Aktionsfläche. Präsentiert wurde vor allem die neue Sonderausstellung „Historische Kinderspiele“ – so bestand unter anderem die Möglichkeit zum Dosenwerfen. Zudem konnten die Besucher historische Kinder-Zeitvertreibe wie das Stelzenlaufen oder Gummitwist-Hüpfen ausprobieren. Auch Stoffpuppen konnten die Kinder gemeinsam mit den Museums-Mitarbeitern basteln. Zudem standen die Mitarbeiter Rede und Antwort - und erzählten gerne, was sich im Museum über den Winter hinweg alles getan hat.

am 20.04.2022

Dreifache Vernissage im Bergbauernmuseum

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Zwei Sonderausstellungen und die neue Museums-App wurden zur Eröffnung präsentiert

Zum Beginn der Osterferien wurde das Allgäuer Bergbauernmuseums nach der fünfmonatigen Winterpause wiederöffnet – mit einer gleich dreifachen Vernissage. Die neue Sonderausstellung „Historische Kinderspiele“ wurde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, ebenso die neue „Draußen-Ausstellung“ über „10 Dinge, die Du vom Bergbauernhof kennen solltest“. Auch die neue Museums-App wurde erstmals in einer Vorab-Variante dem Publikum gezeigt.

Zur Museumseröffnung lud Vorsitzender Siegfried Zengerle die Mitglieder, Unterstützer und geneigte Museumsgäste zu einem gemeinsamen Rundgang, bei dem die Neuerungen präsentiert wurden. So stieß die neue Sonderausstellung „Historisches Kinderleben“ auf reges Interesse – auch bei den Erwachsenen. Im einstigen Kuhstall im Wiedemannhof hatten Kuratorin Catrin Weh und Betriebsleiter Thilo Kreier in den Wintermonaten eine Spielwelt für Kinder geschaffen. „Wir haben bei der Recherche für die Ausstellung immer wieder gehört, dass die Kinder ja früher überhaupt keine Zeit zum Spielen gehabt hätten“, erläuterte Catrin Weh augenzwinkernd. Beim tieferen Nachforschen kam dann aber sehr wohl heraus, dass die Kinder auch vor 50, 70 oder 100 Jahren gespielt haben. Mit einfachen, selbstgebastelten Spielsachen, nach der Feldarbeit, am Sonntag oder auf dem Schulweg.

Die Sonderausstellung wurde sogleich von den Gästen in Beschlag genommen, es wurde das Dosenwerfen und Tischkegeln ausprobiert, die Damen aus der Bergstätte sprangen nach vielen Jahrzehnten wieder durchs Gummitwist und sinnierten über die dazugehörigen Abzählreime – und Bürgermeister Nico Sentner verabredete sich mit den Museums-Mithelfern Winfried Keller, Peter Kohlross und Albert Perner sogleich auf eine Schafkopfrunde am historischen Stammtisch, der mit dem Original-Wirtshaus- und Stammtischschild der „Traube“ in Diepolz nachgestellt wurde. Vorsitzender Zengerle würdigte die die vielen stimmig arrangierten Details in der Sonderausstellung, von der selbstgefertigten Kugelbahn aus Holz über die nachgedruckten 36-seitigen Kartregeln fürs Schafkopfen von 1896 bis hin zur Bastelstation für Stoffpuppen. Sein Dank galt neben dem Museumsteam auch den vielen fleißigen Helfern, die die Ausstellung erst möglich gemacht hatten. Illustriert wird die Ausstellung mit zahlreichen Bildern aus dem Familienarchiv von Peter Elgass, die historische Kinderszenen aus Werdenstein zeigen: „Alleine diese Bilder sind ein historischer Schatz, der den Besuch der Ausstellung lohnt!“, so Zengerle.

Beim Museumsrundgang gab es zudem eine Vorab-Version der neuen Museums-App zu sehen, die das Allgäuer Bergbauernmuseum gemeinsam mit dem Museum Hofmühle und Alpsee Immenstadt Tourismus realisiert hat und die im Mai offiziell an den Start gehen wird. Vor allem die Stationen mit „Augmented Reality“ stießen auf großes Interesse, unter anderem die digital nachinszenierte Hoibat auf der Museumsweide (am Tag der Eröffnung im Schnee…), die Fotopoints mit einer zwinkernden Allgäuer Digi-Kuh im Hintergrund sowie die 360-Grad-Rundflüge zum Grünten, Hauchenberg oder ins Immenstadter Schloss und die Diepolzer Kirche fanden dabei besondere Beachtung.

Das Vernissagen-Trio machte die neue „Draußen-Ausstellung“ komplett: Am neu angelegten Museums-Rundweg stellten Studentin Emma Sorg und Dozent Dr. Markus Pingold von der Universität Würzburg die Ausstellung „10 Dinge, die du auf dem Bergbauernhof kennen solltest“ vor. Vom Miststreuer bis zum Hofradio reichte die Palette der typischen Bergbauernhof-Utensilien, die Sorg im Rahmen ihrer Zulassungsarbeit fürs Grundschul-Lehramt erarbeitete und auf 20 Schautafeln präsentiert. Das Trägersystem für die Ausstellung stammt übrigens aus dem Nachbarort Freundpolz: Der Landmaschinenmechaniker Michael Walk hatte aus einem alten Kartoffelpflug, Wagenrädern und Metallmotiven eine stimmige Installation geschaffen, auf der künftig eine jährlich wechselnde Sonderausstellung gezeigt wird.

am 10.04.2022

Ostereierfärben "wie früher"

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Am Gründonnerstag und Karfreitag werden bei uns im Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz Ostereier gefärbt.

Unter dem Titel "Eier – mal anders eingefärbt" geht es bei uns darum, wie die Hausfrauen vor vielen Jahren Eier eingefärbt haben. Die Hauswirtschafterin Monika Herkommer berichtet am Donnerstag, 14. und Freitag, 15. April im Sattlerhof über Tipps und Tricks zum Eierfärben "wie früher" mit Naturmaterialien. 120 Bio-Eier wurden bestellt - und warten darauf, Farbe zu bekommen!

am 21.03.2022

Allgäuer Kuh-Wissen in Aachen

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Aachener Grundschulkinder werden bald über Allgäuer Kühe informiert.

Wir hatten im Sommer Besuch von Paula (9 Jahre) mit ihrer Familie. Es hat ihr so gut gefallen, dass sie nun zum Ende ihrer Grundschulzeit eine „Halbjahresarbeit“ über ein von ihr selbst gewähltes Thema schreibt: „Die Sennalpe“. Unter anderem will sie in einzelnen Kapiteln über Kühe, Milchwirtschaft, Alpen und das Herstellen von Käse dort schreiben. Nun gibt es dort oben in Nordrhein-Westfalen weder Alpen noch Berge, nicht mal richtige Hügel. Käse wird hier in der Stadt zwar viel gegessen, aber nicht sichtbar produziert.
In den vergangenen Sommern war die Familie gleich mehrfach im Allgäu und in den Alpen, unter anderem sind sind sie zur Alpe Oberberg (Blaichach) und zur Alpe Mitterhaus (Bad Hindelang) gewandert und waren natürlich bei uns im Bergbauernmuseum. Nach einer Anfrage bei uns konnten wir mit Rat, Tat und Informationen weiterhelfen - und mit einer Museums-Kappe als Motivationsstütze!
Die Spielzeug-Alpe hat Paula mit ihrem Bruder aufgebaut. Das Fazit von Paulas Mama Selma: "Es macht Spaß, zu sehen, mit wieviel Freude, Paula und ihr kleiner Bruder dabei sind! Auch wir "Großen" blicken auf Milch, Käse und Tierhaltung jetzt schon anders als zum Beginn der Arbeit..."

am 16.03.2022

Neue Kneippanlage beim Kuhnigundenweg

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Der "Wasserpfarrer" Sebastian Kneipp hätte 2022 seinen 200. Geburtstag feiern können. Wie gut, dass gerade bei unserem Kuhnigundenweg die Kneippanlage hergerichtet wird - Danke an die Stadt Immenstadt und das Bayerische Wirtschaftsministerium!

Das Wirtschaftsministerium unterstützt anlässlich des 200. Geburtstags von Sebastian Kneipp die Kommunen beim Ausbau und der Modernisierung von Kneipp-Anlagen mit dem Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur Kneipp-Anlagen". Unser Vorteil: Die Naturkneippanlage zwischen Diepolz und Knottenried kann mit dem Fördergeld umgebaut und saniert werden.

Der Schrattenbach wird dabei so verlegt, dass die Kneippanlage den eigentlichen Flusslauf nicht mehr beeinträchtigt und nicht mehr so schnell verschlammt. Die Naturkneippanlage ist eines der Highlights von unserem Kuhnigundenweg, der an der Höfle-Alpe das Museumsgelände verlässt und hinunter zu den beiden großen Parkplätzen führt, vorbei an vielen Erlebnisstationen, die bald auch noch erneuert werden - die entsprechende Förderzusage liegt auch schon vor.

Pirmin Enzensberger vom Forstamt der Stadt Immenstadt kümmert sich um das Projekt, Anfang dieser Woche wurde gestartet - und rechtzeitig zur Spazier- und Wandersaison könnt ihr die Anlage erleben. Der Bagger wird übrigens von den Spezialisten vom Landschaftspflegeverband in Knottenried gesteuert (Pirmin und unser Bürgermeister Nico Sentner hätten auch gern mal ausprobiert...:-)) - die Knottenrieder Jungs sind übrigens oft auch bei uns im Museum im Einsatz und haben zum Beispiel im Spielwäldle oder bei den Schräghagen schon das eine oder andere Meisterwerk geschaffen :-)

am 28.01.2022

Gesucht: Mitarbeiterin Kasse/Hauswirtschaft (m/w/d)

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Für die Sommersaison ab Ostern suchen wir eine Mitarbeiterin Kasse/Hauswirtschaft (m/w/d).

Das Wichtigste im Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz sind die Menschen, die es zum Leben erwecken. Viele Exponate werden erst durch unsere Mitarbeiter lebendig, die für die Besucher in den verschiedensten Bereichen den Museumsbesuch perfekt machen.

- Du hast Erfahrung in den Themen rund um Haus und Hof & bist unsere neue „Hauswirtschafts-Expertin“.
- Du bist gern mit unseren Gästen zusammen und kannst Dich auf verschiedene Aufgaben an der Museumskasse oder im Sattlerhof flexibel einstellen.
- Du hast den Mumm, Führungen durch unser Museum oder Kurse anzubieten.
- Du arbeitest gern selbständig & genießt auch die Arbeit mit Deinen Kollegen/innen.
- Du bist flexibel & hast in der Sommersaison von den Osterferien bis zu den Herbstferien für uns Zeit.
- Du arbeitest gerne in Teilzeit oder als geringfügig Beschäftigte/r bei uns.

Was Dich in unserem Museum auf 1021 m noch alles erwartet, erzählt Dir Thilo Kreier gern in einem persönlichen Gespräch!

Telefon +49 8320 - 925 929 103
t.kreier@bergbauernmuseum.de

am 18.01.2022

Lust auf einen Sommer im Berg*bauernmuseum?

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Den Traum vieler junger Menschen, mal einen Sommer auf einer Alpe zu verbringen machen nur die wenigsten wahr. Bei uns könnt ihr das einfach und unkompliziert bis zu drei Monate lang tun.

Das Bergbauernmuseum und seine Mitarbeiter und Attraktionen noch intensiver nach draußen zu tragen, ist Ziel des Projekts „Ein Sommer im Berg*bauernmuseum“ – das sich vor allem an Studenten/innen und Schulabgänger/innen richtet.

Bei „Dein Sommer im Berg*bauernmuseum“ sind Bewerber/innen eingeladen, einen Sommer im Bergbauernmuseum zu verbringen. Sie oder er ist Teil des „ganz normalen“ Lebens im Bergbauernmuseums, hilft an der Kasse aus, beim Esel einfangen, beim Reparieren der Trettraktoren oder beim Spielplatzreparieren. Sie oder er hat das Handy dabei und fertigt Postings für Facebook und Instagram an. Zudem ist die Mitarbeit bei der neuen Museums-App vorgesehen.

Wen suchen wir?

Studenten/innen (m/w/d) oder Schulabsolventen, die von April bis September/Oktober auf die Aufnahme ihres Studiums/ihrer Ausbildung warten und die Zeit mit einer sinnvollen Tätigkeit füllen wollen, die sie sich zudem als Praktikum anrechnen lassen können. Wichtig sind der Bezug zum Thema Bergbauern und Grundkenntnisse in der Nutzung der sozialen Medien und beim Anfertigen guter Texte und ansprechender Bilder. Ihr solltet an fünf Tagen je Woche fünf bis sechs Stunden Zeit für uns haben!

Was bieten wir?

- einen spannenden Sommer im Bergbauernmuseum.
- die Mitarbeit an einem großen crossmedialen App-Projekt.
- das Kennenlernen der täglichen Arbeit im Bereich Social Media.
- eine finanzielle Anerkennung.

Bewerbungen bitte per Mail an
t.kreier@bergbauernmuseum.de
Allgäuer Bergbauernmuseum e.V.
Diepolz 44
87509 Immenstadt
Tel. 08320 925 929 103

am 17.11.2021

Der Museumsrundweg ist nun komplett

Fast 20 Jahre nach der Eröffnung wurde unser Museumsrundweg nun vollendet. Kürzlich wurden die Arbeiten am neuen Museumspfad abgeschlossen: Er verbindet die Höfle-Alp mit der restlichen Anlage des Bergbauernmuseums.

„Bislang haben wir unsere Besucher nach der Besichtigung der Hölfe-Alp in den öffentlichen Straßenraum entlassen müssen“, erinnert sich Museumsvereins-Vorsitzender Siegfried Zengerle. Das Gefährliche: Die Straße hinab zur Diepolzer Kirche ist steil – und an manchen Tagen auch vielgenutzt durch landwirtschaftliche Fahrzeuge. Ausgerechnet in der steilsten Passage mit 21 Prozent Steigung geht es unübersichtlich zu, so dass gefährliche Begegnungen zwischen Kinderwagen und Traktorengespann nicht zu vermeiden waren.

„Mit der Vollendung des Museumsrundwegs haben wir eine Antwort auf diese kleine Achillesferse des Museums geben können“, so Zengerle. Als 1,30 m breiter Pfad schlängelt sich der Abstieg von der Museums-Alp nunmehr ein Stück gen Osten, ehe er nach der Überwindung der Steigung in einer Kurve fast eben bis zum Sattlerhof führt – übrigens mit herrlichem Blick auf die Diepolzer Kirche St. Blasius und die Allgäuer Hochalpen. Der Vorteil zudem: „Unsere Gäste bleiben auf dem Museumsgelände und können auch beim Rückweg den Sattlerhof oder Traktorenparcours noch einmal erleben“. Der Weg passt sich an das Gelände an und wurde so schmal wie technisch möglich angelegt, um die Flächenversiegelung so gering wie möglich zu halten. Die Bauausführung konnte an die Missener Baufirma Hatt vergeben werden.

Highlight des Weges wird die neu geschaffene Rast- und Aktionsfläche sein. Neben dem Weg investierte das Museum auch noch in vier Familiensitzliegen („Ideal für Familien zum Picknicken“) – und zusätzlich entsteht derzeit ein Trägersystem für die künftig jährlich wechselnde Outdoor-Sonderausstellung des Museums. In Zusammenarbeit mit der Uni Würzburg wird sich Jahr für Jahr im Zuge der Lehrerausbildung eine Zulassungsarbeit rund um das Leben und Arbeiten der Bergbauern drehen. „10 Dinge vom Bergbauernhof – und was Du darüber wissen solltest“ heißt das Thema, das die Lehramtsstudentin Emma Sorg derzeit gemeinsam mit ihrem Dozenten vom Institut für Geografie und Geologie an der Universität Würzburg, Dr. Markus Pingold, erarbeitet.

Die Vollendung des Rundwegs wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und den Deutschen Verband für Archäologie: Über das Soforthilfeprogramms zur Förderung landwirtschaftlicher Museen in ländlichen Räumen gingen 50.000 Euro an das Bergbauernmuseum. Die Förderurkunde konnte wegen der Corona-Pandemie nicht persönlich übergeben werden, doch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dankte dem Bergbauernmuseum im Namen der Bundesregierung: „Ihr Haus leistet wertvolle Arbeit und trägt zu einem vielseitigen Angebot auf dem Land bei“.

Auch wenn das Museum derzeit geschlossen ist: Der Weg ist bereits begehbar und bietet an obheiteren Novembertagen beste Ausblicke. Die Outdoor-Sonderausstellung soll gemeinsam mit dem Museum am Palmsonntag 2022 eröffnet werden. Unsere Bilder zeigen stimmungsvolle Szenen der Bauarbeiten.

am 21.09.2021

Erfahrungsaustausch mit Afrika

Afrika

Zwei afrikanische Expertinnen eines Forschungsprojekts zur Ländlichen Entwicklung der Humboldt Universität in Berlin besuchten uns im Bergbauernmuseum.

Besuch aus dem "globalen Süden": Das Seminar für Ländliche Entwicklung von der Humboldt Universität in Berlin füllt derzeit das Pilot-Forschungsprojekt “Ländliche Entwicklung und Agrarökologie, Handeln im Globalen Norden für und mit dem Globalen Süden“ mit Leben.
Dabei betrachten die internationalen Experten, wie ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Initiativen zu einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung in der Region beitragen und beleuchten, welche Auswirkungen die Handlungen im „Globalen Norden“ auf den „Globalen Süden“ haben.

Teil des Projektes sind auch zwei Gastwissenschaftlerinnen aus Ländern der Afrikanischen Union: Ernährungsexpertin Caroline Kawira und Agroforst-Expertin Amina Maalim, die sich von unserem Museumsbauern Richard einige Infos zur Bergbauern-Landwirtschaft holten. Mit im Bild Projektleiter Thomas Beutler (links) vom Seminar für Ländliche Entwicklung und Dolmetscher Raphael Wechs aus Bad Hindelang.

Fürs abschließende Experteninterview stand unsere Kuratorin Catrin Weh bereit, die Führung durchs Museum übernahm unser Betriebsleiter Thilo Kreier.

am 22.08.2021

„Böse Häuser“ auch in der Bergstätte?

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Autorin Nicola Förg spürte gemeinsam mit 50 Zuhörern ihrer neuesten Krimi-Handlung nach:

Rund 50 Zuhörer nahm die Krimi-Autorin Nicola Förg im Bergbauernmuseum mit zu den Ermittlungen nach einem Mord, der seine Ursprünge unweit von Diepolz hatte. Im Traktorenparcours erwartete die Gäste im Rahmen des Allgäuer Literatur-Festivals ein kurzweiliger, amüsanter Leseabend mit viel Lokalkolorit.

Nicola Förg verbindet mit dem Bergbauernmuseum eine lange gemeinsame Vergangenheit – und so war der Leseabend auch eine launige Reise in die Historie des Bergbauernmuseums. Dereinst hat Förg am Museum Pferdetrekking angeboten, ein Unterfangen, dass aufgrund der vielen Steigungen rund ums Museum vor allem für die begleitenden Erwachsenen sehr schweißtreibend war. Inzwischen lebt Förg in Oberbayern, pendelt mit ihren Regionalkrimis aber immer noch zwischen ihrer alten und neuen Heimat hin und her. Im aktuellen Buch „Böse Häuser“ ermitteln ihre beiden Kommissare Irmi Mangold und Gerhard Weinzierl erstmals gemeinsam und spüren auf ihren Recherchen auch einem länger zurückliegenden Unfall bei einem Bergrennen in der Bergstätte, unweit des Museums, nach. Dass dabei nicht nur die aktuellen Themen wie die hohen Immobilienpreise beleuchtet werden, sondern auch regionaltypische Eigenheiten auserzählt werden, versteht sich für die Förg-Bücher von selbst!

Wer letztlich der Mörder war, wurde im stimmungsvoll dekorierten Traktorenparcours des Museums nicht verraten, jedoch hatte die Immenstädter Buchhandlung Lindlbauer einen Büchertisch mit dem aktuellen Buch sowie einigen Krimis der Vorjahre parat. Lob gab es für die Veranstaltung nicht nur vom Museumvereins-Vorsitzenden Siegfried Zengerle, der launig auf die früheren gemeinsamen Spuren vom Förg und dem Museum einging, sondern auch vom Initiator des Allgäuer Literaturfestivals, Dr. Markwart Herzog, dem Direktor der Schwaben-Akademie Irsee. Er stellte fest, wie stimmig doch das Ensemble aus Erzähltem, Erzählerin und Veranstaltungsort in der Tenne über dem Kuhstall des Museumsbauern doch sei. Wie passend, dass vorher und nachher die Diepolzer Alphornbläser mit einigen Weisen aufspielten!

am 09.08.2021

Handwerker-Wochenende im Bergbauernmuseum

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Vom 27. bis 29. August jeweils ab 10 Uhr könnt ihr im Allgäuer Bergbauernmuseum Handwerkern bei der Arbeit zusehen und alte Handwerkstechniken kennenlernen.

Unter dem Motto „Hände die Werte schaffen“ sind auch Mitglieder des Vereins Landhand Allgäu e.V. mit dabei, wie z.B. Besenbinderin, Glasperlenmacherin, Weberin, Drechsler und Schmied. Täglich gibt es einen anderen Schwerpunkt. Am Freitag stehen Gebrauchsgegenstände wie Seile und Körbe im Vordergrund, am Samstag fallen beim Schmieden und Drechseln Funken und Späne. Handarbeiten und Schmuck stehen am Sonntag auf dem Programm. Unsere kleinen Besucher dürfen selber „werken“, z.B. Weiden flechten, Hufeisenschmieden oder filzen.

Das Handwerkerwochenende löst den früheren Handwerkertag ab, der aus Corona-Gründen in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Stattdessen gibt es gleich drei Aktionstage, die jweils unter unterschiedlichen Tagesthemen stehen.

Am Freitag entsteht Nützliches aus natürlichen Materialien, dazu gehören Gebrauchsgegenstände wie Besen und Körbe. Elfriede Lerbscher stellt bereits seit 40 Jahren Reisigbesen her und lässt sich dabei gerne über die Schulter schauen. Annette Rehle fertigt traditionelle Körbe in allen Formen. Auch künstlerisch Geflochtenes und Objekte aus Weide gehören zu ihrem Sortiment. Dabei verwendet sie regionale Weidensorten, die sie selbst schneidet, um so nachhaltig und ökologisch zu arbeiten. In Diepolz flicht sich gemeinsam mit Kindern Tiere aus Weiden.

Flechtwerke für Stühle und andere Möbel stellt Marina Frey in Handarbeit her und erhält so alte Möbelstücke für die Zukunft. Außerdem sind am Freitag Seiler Uli Emhart und Hirschhorn Schnitzer Eduard Wagner im Museum.

Funken fliegen und Späne fallen am Samstag. Beim Schmied Ludwig Perner können Kinder ihr eigenes kleines Hufeisen schmieden. Ludwig Maul aus Altstädten drechselt und schnitzt Schüsseln und Schalen, aber auch filigrane Christbaumkugeln. Christina Lindl baut Möbel und Instrumente. Sie verwendet dabei eine große Bandbreite an Instrumenten- und Edelhölzern, um das jeweilige Instrument optimal an die Bedürfnisse des Musikers anzupassen. Mit dabei sind auch Korbflechterin Ingeborg Gutberlet, Johann Wolf mit seinen Holzartikeln und Kräuterspezialitäten vom eigenen Kräuterhof sowie Kristallsucher Markus Beck.

Am Sonntag stehen Handarbeiten und Schmuck auf dem Programm. Siglinde Neßler, Vorsitzende des Vereins Landhand Allgäu e.V., zeigt Klöppeln und Filzen, zwei ganz unterschiedliche Techniken der Textilkunst, die jede sich viele Möglichkeiten zum Spielen mit Materialien und Farben bieten. Gerne kombiniert sie auch beide Techniken. Trachtenstrümpfe und Trachtenwesten nach traditionellen und neuen Mustern strickt Veronika Wildegger und Rita Fink fertigt Trachtenschmuck sowie Klosterarbeiten. Pia Ritter webt alle ihre Schals und Taschen am eigenen Handwebrahmen und legt dabei besonderen Wert auf ausgesuchte und hochwertige Garne, die sie zum Teil auch selbst färbt. Wie solche Garne und Fäden entstehen, zeigt Birgit Schilling am Spinnrad. Sabrina Reich webt Bänder an einem originalen Bandwebkasten. Sie hat bereits viele Muster aus verschiedenen Ländern gesammelt. Wer sehen will, wie farbenfrohe Glasperlen enstehen, schaut Kathja Schuler bei ihrer Arbeit zu. Jutta Gsell präsentiert ihre Filz- und Lederarbeiten. Filzen dürfen auch die kleinen Besucher gemeinsam mit Museumsmitarbeiterin Monika Herkommer. Aus bunter Schafwolle entstehen mit Hilfe von Filznadeln kleine Kunstwerke.

am 05.08.2021

Unser Museum zeigt sich in der Landeshauptstadt

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Wir sind mit dem Netzwerk „Allgäuer Museen für Familien“ zu Gast in München

Von August bis Mitte September präsentiert sich unser Netzwerk „Allgäuer Museen für Familien“ im Infopoint Museen und Schlösser in Bayern im Alten Hof mit einer Ausstellung. Die insgesamt 15 Museen des Netzwerks stellen sich anhand von ausgewählten Einzelobjekten vor. Im Infopoint im Alten Hof können sich Besucher über die bayerische Museumslandschaft informieren.

Kulturelle Vielfalt im Allgäu

Das Netzwerk "Allgäuer Museen für Familien" hat sich 2018 gegründet und umfasst 15 Museen im gesamten Allgäu. Thematisch bildet das Netzwerk eine große Vielfalt ab. So sind im Verbund kulturgeschichtliche Museen, Kunst-, Freilicht- und Stadtmuseen und mehrere Spezialsammlungen vertreten. Zum Netzwerk gehören die Stadtmuseen Kaufbeuren, Memmingen, Lindau, das Museum der Stadt Füssen mit den Galerien im Hohen Schloss, die Städtischen Museen Wangen und Isny, das Kempten-Museum und der Archäologische Park Cambodunum. Außerdem zählen die Spezialmuseen Südsee-Sammlung & Historisches Museum Obergünzburg, das Isergebirgs-Museum Neugablonz, das Deutsche Hutmuseum Lindenberg und die MEWO Kunsthalle in Memmingen sowie das Antoniter und Strigel Museum Memmingen zum Verbund. Das Netzwerk wird beraten durch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern und Bayern Tourismus im Projekt "Museen & Tourismus". Gemeinsam ist allen Museen die Ausrichtung auf Familien und der Wunsch nach Schaffung von Synergien, und besserer Sichtbarkeit und Erreichbarkeit im ländlichen Raum.

am 04.08.2021

Luigi stellt die Hühner im Museum vor

Hahn Luigi

Bei uns im Museum leben einige historische Tierarten, darunter auch die Hühner, die ihr gleich neben den Schafen am Wiedemann-Hof findet. Luigi ist der Chef unserer elf Hühner...

Hallo, ich bin Luigi, der Hahn hier im Museum. Ich stelle euch heute die Hühner hier mal vor:

Die Hühnerrasse "Italiener" gibt es in vielen verschiedenen Farbschlägen: rebhuhnhalsig, goldfarben, silberfarben, schwarz, schwarz-weißgescheckt, gelb, gestreift, kennfarbig, blau-rebhuhnhalsig, blau-goldfarbig, orangehalsig, perlgrau-orangehalsig, rotgesattelt, rot, blau, weiß, weiß-schwarzcolumbia, goldbraun-porzellanfarbig, blau-weißgescheckt, gold-schwarzgesäumt, gold-blaugesäumt und gold-weißgesäumt.
Hier bei uns gibt es aber neun silberfarbige und zwei weiß-schwarz-columbia-farbige Italiener.

Übrigens: Unser Lieblingsessen sind - wie bei vielen Hühnern - eingeweichte Semmel und dazu bekommen wir natürlich Körnerfutter.

Wir im Museum sind inzwischen alle Italiener-Hühner - im Frühling 2021 ist die letzte Sulmtaler-Henne leider gestorben, übrigens an Altersschwäche, nachdem die anderen Sulmtalerinnen der Fuchs geholt hat. Ich habe wie ein Held gekämpft, konnte aber leider nicht mehr viel machen... :-(

am 27.07.2021

Mit dem Ferienpass kostenlos ins Museum

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Mit dem Allgäuer Ferienpass erhalten Kinder bis 15 bei uns freien Eintritt.

Da sind wir doch gerne dabei! Der Ferienpass gilt bis Anfang Oktober und bietet über 150 freie oder stark ermäßigte Eintritte sowie kostenloses Busfahren im Allgäu. Erhältlich in den Touristinfos - für einheimische Kinder und Jugendliche zu 7 Euro!

am 27.07.2021

Führungen für Familien

Renate

Mit Kind und Kegel könnt ihr ab sofort das Bergbauernmuseum ganz besonders exklusiv erleben. Wir haben für euch vier außergewöhnliche Führungen zusammengestellt.

Liebe Familien!

Mit Kind und Kegel könnt ihr ab sofort das Bergbauernmuseum ganz besonders exklusiv erleben. Wir haben für euch vier außergewöhnliche Führungen zusammengestellt. Entdeckt auf eurer 75-minütigen Exkursion unser Museum neu und erlebt dabei, wie man einst und heute auf dem Bauernhof wirtschaftete. Dabei könnt ihr auch selbst mit anpacken und Butter selbst herstellen oder einen Filzball fertigen.

Zur Auswahl stehen:

Milchbingo
Alles, was ihr rund um Kuh & Milch wissen müsst, erfahrt ihr bei einer Führung durch Käsestraße, begehbaren Kuhmagen und den Museumsstall. Im Anschluss daran stellt ihr eure eigene Butter her.

Frische Sahne wird in einem Glas so lange geschüttelt, bis daraus Butter entsteht. Nach getaner Arbeit könnt ihr die selbstgemachte Butter auf frischem Brot probieren.

Welt der Kräuter
Garten- und Wildkräuter bereichern die Küche auf schmackhafte Weise und waren für die Bergbauern gleichzeitig eine Naturapotheke. Im Kräutergarten lernt ihr verschiedene „Kräutlein“ mit allen Sinnen kennen.

Nach der Kräuterführung verarbeitet ihr die gesammelten Pflanzen zu leckerem Kräutersalz.

Vom Schaf zum Filz
Bei einer kurzen Führung im Museum und einem Besuch bei den Museumsschafen erfahrt ihr Wissenswertes rund um die Schafhaltung im Allgäu & alles, was das Schaf liefert.

Wie man die Schafwolle verarbeiten kann, probiert ihr selbst aus und lernt die Technik des Nass- oder Nadelfilzens kennen. Mit Seifenlauge und Wolle filzt ihr einen bunten Ball oder ihr seid kreativ mit Wolle und Filznadel.

Fleißige Biene
Kaum geboren, beginnt das Arbeitsleben der Bienen. Welche vielseitigen Aufgaben eine Biene in ihrem kurzen Leben ausübt, welche Rolle die Bienenkönigin im Hofstaat hat, wie das mit dem Nektar, den Pollen und dem Honig funktioniert – all das wird anschaulich gezeigt.

Im Anschluss fertigt ihr eine Kerze aus Bienenwachs.

Das solltet ihr wissen:
· für Familien & Kleingruppen bis 6 Teilnehmer
· Dauer: 75 Minuten
· Preis: jeweils € 45,00 zzgl. Eintritt
· Buchung gern kurzfristig, bitte Mo.-Fr. bis 12 Uhr!
· Telefon 08320/9259290
· Mail: info@bergbauernmuseum.de

Wir freuen uns auf euch!

am 26.07.2021

Die Landfrau war der Star

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Die Landfrau war einen Tag lang der „Star“: Beim Aktionstag standen kürzlich im Allgäuer Bergbauernmuseum verschiedene Aktionen rund um die Sonderausstellung „Vom Taschengeld zur Unternehmerin“ auf dem Programm.

Der Aktionstag zum Thema Landfrauen avancierte gleichzeitig zu einer Art “Klassentreffen” für einstige Absolventen der Land- und Alpwirtschaftsschule Immenstadt. Die Schule wurde anschaulich vorgestellt von Marie-Luise Althaus, Jessica Ried, Gertrud Epple, Elisabeth Bischofberger und Rainer Hoffmann.

Die Vertreter des Ehemaligenverbandes Vlf Immenstadt, Friedolinde Ammann, Karolin Herz, Bernhard Heim und Wolfgang Seiband, informierten über die Arbeit des Vereins und zeigten Bilder aus dem Arbeitsalltag der modernen Landwirtin. Bei einem Quiz konnten die Besucher ihr Wissen rund um die Landwirtschaft testen.

Beim Aktionstag waren aber auch verschiedene Handarbeiten zu sehen. Trachtenschneiderin Josefine Egger zeigte, wie eine Tracht entsteht. Auch Mitglieder von Landhand-Allgäu e.V. waren mit dabei. Rita Fink beschäftigt sich seit Jahren mit „Kloster- und Filigranarbeiten“ und zeigte Radhauben, Broschen und Trachtenschmuck. Wie Trachtenstrümpfe und -Westen nach verschiedenen alten und neuen Mustern gestrickt werden, demonstrierte Veronika Wildegger. Ute Morlock führte vor, wie man mit Spindel und Spinnrad umgeht und mit der alten Technik des „Nadelbindens“ Textilien herstellt. Auch die jungen Besucher konnten beim Knüpfen von Freundschaftsarmbändern bei Kirsten Cammann ihr Geschick testen.
Schmackhaftes Detail am Rande: Im Sattler-Hof kochte die Haushälterin Martha Keller leckere Zigernudla, die die Besucher gerne probierten. Mehrmals am Tag führten die ehemalige Landwirtschaftslehrerin und -beraterin Gertraud Friedrich und Catrin Weh vom Bergbauernmuseum mehrfach durch die Sonderausstellung.

am 25.07.2021

Fotoshooting mit Schaf & Co.

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Wir sind stolz, dass wir bald für Bayern Werbung machen dürfen!

Heute war ein Foto-Shooting bei uns im Museum angesagt. Bevor unsere Gäste kamen, besuchte uns der Reisefotograf Dietmar Dengel zu einem vierstündigen Fototermin für die Bayern Tourismus Marketing GmbH! Die Bilder könnt ihr bald auf der Website www.bayern.by sehen!

am 23.07.2021

Weiter Markenpartner bei Kinderland Bayern

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Wir freuen uns, auch weiterhin Markenpartner bei Kinderland Bayern zu sein.

Phila zeigt euch schon mal die Urkunde, die uns der Postbote am Wochende vorbeigebracht hat. Damit geht die langjährige Partnerschaft in die nächste Runde - und wir freuen uns drauf. Als zertifizierter Betrieb bieten wir euch besondere Standards für Kinder - die wir euch vor Ort natürlich gerne bei jedem eurer Besuche zeigen.

am 17.07.2021

Mitgliederversammlung im Traktorenparcours

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Bei der Mitgliederversammlung des Museumsvereins wurde ein neuer Vorstand bestimmt.

Gestern rollten bei uns im Traktorenparcours nicht die Räder, sondern es wurde gewählt. Unser Museumsverein hielt seine Mitgliederversammlung. Wir gratulieren Siegfried Zengerle, Philine Blees, Albert Perner und Reinhold Sontheim zur Neu- bzw. Wiederwahl in der Vorstandschaft. Danke, dass ihr Verantwortung für das Museum übernehmt - so dass unsere Gäste auch weiterhin schöne Stunden bei uns verbringen können!

am 06.07.2021

Willkommen, Betty!

Willkommen im Bergbauernmuseum! Die kleine Betty kam gestern abend zur Welt - und wir freuen uns über den jüngsten Neuzugang in unserer Bergschafherde!

Dabei handelte es sich übrigens um eine Art Blitzschwangerschaft: Noch beim Scheren vergangene Woche ist uns noch gar nichts von einer Schwangerschaft bei der Mama aufgefallen - und gestern abend war's dann soweit 😉. Warum die kleine Betty heißt, wie es ihr bei uns im Museum ergeht und was sie noch so erlebt, werden wir euch hier noch erklären - und der Kleinen wünschen wir jetzt einfach mal einen wunderschönen Sommer bei uns auf der Bergbauernmuseumsschafweide!

am 14.05.2021

Vorbereitungen für die Saison

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Wenn wir schon (weiter) nicht öffnen dürfen, dann bringen wir eben weiter alles auf Vordermann.

😇 Heut war unser Museumsbauer Richard beim „Haagen“ - bei bestem Sommer- und Museumswetter 😊! Aktuell steht unser Start leider immer noch in den Sternen, und leider wird die Inzidenz im Landkreis Oberallgäu auch nicht besser ☹️

am 01.05.2021

Sonderausstellung verlängert

Sonderausstellung

Vom Taschengeld zur Unternehmerin - Ausbildung der Landfrauen im Wandel der Zeit.

Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren für Frauen Bildung und Beruf nicht vorgesehen. Bauerntöchter blieben bis zur Heirat auf dem heimatlichen Hof oder verdienten Geld als ungelernte Arbeitskräfte. In dieser Zeit begannen Frauen, für ihre Rechte zu kämpfen, unter anderem für geeignete Ausbildungsmöglichkeiten.

In der Weimarer Republik hatte ihr unermüdlicher Einsatz bereits Wirkung gezeigt. Ab den 1920er Jahren entstanden nach und nach Abteilungen für Hauswirtschaft an den Landwirtschaftsschulen in Bayern, im Jahr 1930 auch in Immenstadt. Die Ausstellung erzählt, wie sich die Schule im Laufe der Zeit mit den gesellschaftlichen Entwicklungen verändert hat und zeigt den Wandel im Leben und Alltag der Bäuerinnen.

Die Sonderausstellung wurde vom 1. Mai bis 7. November 2021 verlängert!

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